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	<title>Post aus der Provinz</title>
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		<title>Old School Bollywood &#8211; Uwe Boll entdeckt Hollywood</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Mar 2011 17:25:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>postausderprovinz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auschwitz, the meaning of pain The way that I want you to die Slow death, immense decay Showers that cleanse you of your life. &#8211; Slayer 1986)(1) Was den Herren der US-Amerikanischen Thrash Combo „Slayer“ noch so „musikalisch“ über die Lippen kam, bedarf in der cineastischen Umsetzung der entsprechenden Bilder. Diese lieferte zuletzt und dies [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=postausderprovinz.wordpress.com&amp;blog=8422970&amp;post=221&amp;subd=postausderprovinz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auschwitz, the meaning of pain<br />
The way that I want you to die<br />
Slow death, immense decay<br />
Showers that cleanse you of your life. &#8211; Slayer 1986)(1)</p>
<p>Was den Herren der US-Amerikanischen Thrash Combo „Slayer“ noch so „musikalisch“ über die Lippen kam, bedarf in der cineastischen Umsetzung der entsprechenden Bilder. Diese lieferte zuletzt und dies überaus kurzweilig, der Regisseur Steven Spielberg in seine Verfilmung von „Retter“ Oskar Schindler, in Schindlers List (2). Was den Film von anderen Filmen rund um die Vernichtung der europäischen Juden durch die Deutschen unterscheidet, war nicht zuletzt der immanente Wunsch das gute, dass bessere Deutschland während den Jahren 33 – 45 zu zeigen (3).</p>
<p>Einen anderen Ansatz verfolgt der deutsche Regisseur, um ihn mal so zu bestimmen, Uwe Boll. Boll, der zufällig nicht aus Cincinnati, sondern aus der Provinz Wermelskirchen stammt fiel in der Vergangenheit auch nicht durch Blockbuster, geschweige denn durch die Kunst des Filmens auf, was ihn aber zumindest wieder in dieser Hinsicht, in die Nähe von Steven Spielberg bringen dürfte. Seine Filme mussten auch ohne ein in die Jahre gekommenen 80´ziger Jahre Star auskommen, was ihn aber nicht in seinem letzten Film davon abhielt, seine Sympathie für INDIaner kund zu plustern.</p>
<p>Die Filmographie von Uwe Boll liest sich bislang größtenteils wie das Who is Who des schlechten Geschmacks und dies nicht nur weil er es schaffte Ralf Möller (4) vor die Linse zu stellen. Der studierte Regisseur (5) ist aber im Hinblick auf Kritiken mit Teflon beseelt, so dass scheinbar nicht ihn davon abringen kann, weitere Ego Shooter Spiele zu verfilmen.</p>
<p>Eine andere Seite von Boll ist jene, dies es vermag, auf grundschlechten Stoff noch eine weitere <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Goldene_Himbeere/Schlechteste_Regie" target="_blank">Himbeere </a>darauf zu setzten. Wer, wenn nicht Boll hätte es vermocht den DDR Maschinenmenschen und Hobby-Boxer Henry „The Gentlemen“ Maske so dämlich aussehen zu lassen, wie er letztendlich auch ist? Auch das er sich mitunter Themen (Siegburg, Darfur)sucht, hinter denen er vielleicht den kommerziellen Erfolg vermuten mag, dort dann auch für Sequenzen der Unterhaltung jene Moment zelebriert, welchen den Zuschauer nicht ganz mit den Gedanken des verschwendeten Lebens zurücklässt, darf und kann man ihm nicht ganz absprechen. Uwe Boll ist gewiss ein Getriebener und so wie es schon Generationen von B-Movie Regisseuren und Produzenten vor ihm ging, wird eines Tages auch ihm sicherlich eine Fähigkeit unterstellt, die man zu Lebzeit nur aus Ignoranz und Häme nicht wahrnehmen wollte, nach dem Motto „Das Leben lebt nicht und Uwe Boll filmt nicht“.</p>
<p>Es bedarf schon einer besonderen Sicht auf die Dinge und jene Aura von Menschen, die glauben sie könnten etwas in der Form schaffen oder gar erschaffen was über den Langzeitwert einer japanischen Hauptstadt hinaus ginge. Der Drang heraus zu treten aus der Massen der üblich Verdächtigen, denjenigen, die im Schwall des Applauses der Hauptstadt der (Film)Bewegung ihre politische Seele offenbaren, jenen die einem leeren Stuhl mehr Beifall zollen, als einem noch unter den Lebenden weilenden Trash Regisseur. Die gleichen einfallslosen und eingefallen Mäuler der Unterhaltungs-und Kulturindustrie, die im Alter immer seltsamer werden und mitunter auch die Bombe lieben, selbst wenn sie in Teheran gebaut wird, die sich italienischen Französinnen an das Dekolleté werfen, statt mit den Stativ nach ihnen weil sie es nach der dritten Einstellung immer noch nicht verstanden haben, dass man nicht in die Linse starrt, wie auf der Bühne nach dem Publikum das sich von dümmlichen Popgeträller „verzaubern“ lässt wie der Odysseus von den Sirenen.</p>
<p>Umso mehr der Schmerz aus einer Umgebung zu stammen, welche gerade mal für die Imbissbude direkt am Busbahnhof bekannt ist, wenn überhaupt, weil es nicht mal Einwohner zahlenmäßig für den Anschluss an das Netz der Deutschen Bundesbahn heranreichte, immerhin, hier steht man noch der Bahn aufgeschlossen gegenüber, sind doch die Busfahrer nicht vom „Wahn“ der GDL (6)betroffen. Wermelskirchen, dass klingt schon stark nach religiösen Einfluss, nach Kirchen ohne Gläubige, nach Menschen die lieber Kirchen niederbrennen als zu besuchen und was uns dann wieder zu Slayer bringt, welche sicherlich auch einmal im Monat im örtlichen Autonomen Zentrum (7) ihre Runden drehen, vorerst im CD Player, haben sie doch noch nicht das Dorf und dem damit verbundenen prall gefüllten Konzertterminkalender des AZs entdeckt, aber vielleicht die Vielzahl von Kirchen , die nur darauf warten auf den Weg  in Richtung „Hell Awaits“ (8) hinter sich gelassen zu werden.</p>
<p>Das man in dieser abscheulichen Umgebung, dessen bester Punkt der Busbahnhof und die Straßen darstellen, mit und auf denen man Wermelskirchen wieder verlassen kann auf junge Menschen dergestalt wirken, dass sie entweder zur Waffe, zum Aktenkoffer oder auch  ganz im Dienste der vielen Kirchen zum Messdiener greifen, sollte nicht weiter verwundern, in dem Fall ist die Kamera und das Drehbuch noch ein Wink des Schicksals, was es in einem zurück lässt, darauf kommt es an, egal wie dumm einem seine Filme in der Vergangenheit erschienen sind.</p>
<p>Nein, nicht Arthur Miller, der wird wenn überhaupt schon mal gar nicht in Wermelskirchen noch in der Schule von Wermelskirchen gelesen wird, dafür sind die Leute mittlerweile zu alt und wie ihre Augen ihre Krankenversicherungen zu schlecht. Wenn man wie Uwe Boll aus Wermelskirchen stammt, wozu er nichts kann noch weniger für die Tatsache das sich seine Mutter nicht mal an Tag seiner Geburt bis Köln bewegen mochte das ist das ein Umstand des Schlechten, den es in welcher Form auch immer ein Leben lang zu umgehen gilt. Sein Weg ist der Film und so wie der Ursprung seiner DNA so verhält es sich zu seiner Kunst. Dies beweist einmal mehr der Film Auschwitz.</p>
<p>Bei dem Film handelt es sich nicht um jene Sorte Bildstreifen, die sich dadurch auszeichnet, dass sie über eine durchgehende Handlung, einen Helden oder gar um eine gedachte Aussage verfügt, als viel mehr den Versuch den zahlreichen Sozialarbeitern die eh schon überdrüssige Arbeit den „Kids von heute“ Opas Geschichten anzudrehen. Im Zeitalter wo Opfer und Jude einen anderen Singsang besitzen, nämlich den des Outsiders, jenen den es gilt noch vorerst verbal zu vernichten.</p>
<p>All zu Armselig  wirken die Fragen, welche Boll an die Schüler eine vermeidlichen Hauptschule stellt, an die Protagonisten die optisch wirken als würden sie zumindest Ernst Jüngers In Stahlgewitter kennen, wenn man Rückschlüsse auf dass Metall in den Gesichtern der Einfältigkeit schließen möchte. Irgendwas war da mit den Juden und dem Mord und auch das sie irgendwie eine Religion haben, was aber nichts damit zu tun hat, dass sie verfolgt wurden. Am klügsten verhält sich noch jenes deutsche Mädel, dass den Kampf gegen ihren Haaransatz schon längst verloren hat und dessen Betriebskapital nur noch für das blondieren der Haarspitzen zu reichen scheint. Sie weiß gar nichts und das ist in diesem Fall nicht mal unsympathisch. Es reicht wenn sie weiß wie man verhütet bzw. korrekter Weise die Ware über den Scanner am späteren Arbeitsplatz zieht, Dies scheint von Boll auch so erwünscht, zu zeigen wie Doof doch die Anderen sind und wie schlau man aus dem Off erscheint, selbst wenn man nicht mal in der Lage ist, seinen Dialekt aufzugeben.</p>
<p>Nachdem uns Boll die Notwendigkeit seines Meisterwerkes versichert hat, in dem er nämlich die letzten Unbedarften präsentierte, sind wir auch schon mitten im Geschehen. Es gibt jene Bilder, die all satt bekannt sein dürften und jeden Überlebenden einmal mehr die Schamröte über das ausgeschlachtete Elend ins Gesicht treiben dürfte. Züge, Märsche, Selektionen. Der Ton ist schlecht ebenso wie das Licht und seine Akteure. Gut, es ist low Budget, aber wenn man den Drang verspürt sich über das Elend der Juden als erst zunehmender Regisseur zu Reproduzieren, dann sollte man zumindest ein wenig Herzlichkeit in das Detail des Grauens stecken.</p>
<p>Überzeugender wirken da schon die Vorgänge innerhalb der Gaskammer, auch wenn es nicht ganz einleuchten will, weshalb den Vergasten die Haare abgeschnitten werden, um so mehr es doch erhellt, weshalb Herr Boll seinen Fokus mit der Kamera auf das Herausbrechen der Zähne legt. Ähnlich wie das Auflegen des toten Jungen auf den Rost mit Kamerafahrt in den Ofen. Hier kennt man sich aus, im Splatter, Gore und Horror Milieu. Auch Boll überzeugt in seiner Rolle als Kontrolleur des Todes an der Tür der Kammer, weil er nichts macht als nur dastehen und zuschaut. Besser und überzeugender kann man den deutschen Volksgenossen nicht spielen.</p>
<p>Es kommt aber noch segensreicher. Scheinbar verfügt Wermelskirchen auch über ein Gymnasium, zumindest wirkt der zweite Block interviewter Schüler so. Ein ganz schlauer „Linker“ weiß sogar zwischen Rassen und Religion zu unterscheiden und schickt auch gleich noch hinten an eine heimlich Bewerbung für das Zentrum für Antisemitismusforschung, indem er nämlich heraus posaunt, dass die Juden ja heute die Palästinenser unterdrücken wie damals die Deutschen die Juden…</p>
<p>Auch die Botschaft die uns Herr Boll am Ende seines doch recht kurzen Machwerkes mit auf den Weg gibt, klingt wie der warme Wind des Aufstandes der Schicklichen. Wir müssen und vergessen und sollen überhaupt. Wenn wir vergessen sollten, dann sicher dass Boll nicht am Ende seine Schaffens ist, dass er weiterhin vermag mit seinen einfachen Reflexion und Mitteln für den einen oder anderen Lacher zu sorgen, dass es ihm ermöglicht wird seine Psychotherapie via Kino weiter fortzusetzen, dass er das bekommt, was man allen Deutschen wünscht, trotz allem, trotz und gerade wegen Auschwitz. Uwe Boll ist sicher einer der wenigen die auf dem Weg sind, den <a href="http://antifa-frankfurt.org/antisemitismus/postoneZuFassbinder.pdf" target="_blank">Fassbinder</a> und <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,202551,00.html" target="_blank">Schlingensief</a> schon hinter sich haben.</p>
<h6>1. 1986 Geffen Records.</h6>
<h6>2. Universal Pictures 1993.</h6>
<h6>3.Dazu Eike Geisel &#8211; <a href="http://www.ca-ira.net/verlag/leseproben/pdf/isf-schindler_lp-e.t.pdf" target="_blank">E.T. bei den Deutschen</a>.</h6>
<h6>4. Für alle die Ralf Möller nicht kennen- Möller ist praktisch der deutsche Klon von Arnold Schwarzenegger.</h6>
<h6>5. Uwe Boll promovierte 1994 im Fach Literaturwissenschaften zum Doktor der Philosophie.</h6>
<h6>6. Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer</h6>
<h6>7. <a href="http://www.ajzbahndamm.de/" target="_blank">AJZ Bahndamm Wermelskirchen</a></h6>
<h6>8. <a href="http://www.amazon.de/Hell-Awaits-Slayer/dp/B000001C6K" target="_blank">Hell Awaits</a> – Das zweite reguläre Album der Band Slayer. 1985 Metal Blade</h6>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/postausderprovinz.wordpress.com/221/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/postausderprovinz.wordpress.com/221/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/postausderprovinz.wordpress.com/221/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/postausderprovinz.wordpress.com/221/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/postausderprovinz.wordpress.com/221/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/postausderprovinz.wordpress.com/221/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/postausderprovinz.wordpress.com/221/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/postausderprovinz.wordpress.com/221/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/postausderprovinz.wordpress.com/221/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/postausderprovinz.wordpress.com/221/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/postausderprovinz.wordpress.com/221/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/postausderprovinz.wordpress.com/221/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/postausderprovinz.wordpress.com/221/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/postausderprovinz.wordpress.com/221/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=postausderprovinz.wordpress.com&amp;blog=8422970&amp;post=221&amp;subd=postausderprovinz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Ein Replik auf Virginia Spuhrs &#8222;Zur Problematik der Kleinen Glücksmomente im Großen Falschen&#8220;</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 20:15:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>postausderprovinz</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Einwürfe gegen die Strategie der Harmonie.</strong></h2>
<h3><strong>Sie wollen uns erzählen</strong></h3>
<h4>Wie jedes Produkt, das der Verwertung im System obliegt, machen auch Tocotronic das, was sie am Besten können. Sprich Musik für all jene, deren Kampf darin besteht zu überlegen, kaufe ich mir ein zweites Billy-Regal, soll ich heute Abend auf die ASTA Party gehen und wenn ja, was ziehe ich aus dem Wust der H&amp;M Kollektion an? Dass sie in jedem zweiten Interview betonen, dass sie mit deutscher Identifikation nicht und wieder nichts zu tun haben, gehört einfach zum Spiel. Es ist eine zwingend notwendige Symbiose: Ohne die Deutschen – Kein Tocotronic und umgekehrt.</h4>
<h4>Die Kritik der Maschine wird insofern ungültig, als dass das Konzept Tocotronic Teil dessen ist, was sie vorgeben zu negieren.  So erklärt sich dann letzten Endes auch, weshalb diese Gruppe sich mit anderen „Dissidenten“ im August 2005 dazu entschloss, Teil einer Jugendbewegung zu werden. Unter dem Titel „I can´t relax in Deutschland“ fanden sich unter der Regie der nur bedingt fähigen Roger Behrens und Martin Büsser (Sinistra!)auch Tocotronic unter gleichnamigen Sampler wieder. Liest man die Theorie der Kampagne (u.a. die Kritik am Nationalismus), (1) so kommt am Ende eben jenes vertonte Elend dabei heraus, mit denen uns Tocotronic  auf der „Pure Vernunft darf niemals siegen“ zu langweilen wussten. Statt eine Kritik des Ganzen zu formulieren, arbeitet man sich ab an Belanglosigkeiten wie der Band MIA oder Heppner &amp; van Dyk. Aber auch schon vor dieser zum Scheitern verurteilten Initiative gaben sich Tocotronic jenem Elend hin, das sie zumindest 2008 besingen konnten, indem sie letzten Endes mit einem Majorlabel ihre „Kapitulation“ preisgaben.</h4>
<h4>Bereits 2003 fanden sie sich unvermittelt in der Parallelwelt der Berufsdemonstranten und Milch ist Blut Community, in der Hamburger Roten Flora wieder (2). Sie spielten ein Solikonzert zugunsten des geräumten Bauwagenplatzes Bambule und bewiesen bereits zu diesem Zeitpunkt, wie wichtig die Rückbesinnung auf das platte Land (auch Großstädte sind letztendlich Dörfer – L. Marcuse), die Heimat ihnen erschien.</h4>
<h4>Was sie hätten registrieren müssen, war der Schwachsinn, der sich unter dem Label Move against G8 wiederfand. Dort stehen sie einträchtig mit eben jenen Gruppen beisammen, die sie 2005 noch so unrelaxed fanden. Als Beispiel sei hier nur die Deutsch-Pop Gruppe „Wir sind Helden“ angeführt, die zur jener Scheußlichkeit zählt, die sich Deutschland nennt (3).</h4>
<h4>Ein Blick auf die Mobiseite (4) der Initiative sollte dann auch den Letzten überzeugen. Es nennt sich Make Capitalism History (G8 Soli CD) und hat alles, was die Bewegung gegen die Heuschrecken, Finanzhaie und Juden benötigt. Nazibands wie Banda Bassoti (Nazi Sion Polizei) oder Los Fastidios. Wenn sie sich dabei wohlfühlen, dann bedarf es keiner weiteren Diskussion über die Ernsthaftigkeit der Auseinandersetzung, in deren Kern sich der Antisemitismus wie das Gewitter zur Wolke verhält.</h4>
<h4>Als vorläufigen Höhepunkt und endgültigen Bruch zur ansatzweise antideutschen Kritik dürfte dann ihr Auftritt 2009, wiederum in der Roten Flora, anlässlich des 20 jährigen Bestehens dieser antiimp-antinationalen Scholle, zu sehen sein (5). Eine Distanz zu den „Hamburger Unzumutbarkeiten“ ist hiermit nicht erkennbar. So lange es Identifikationsfiguren wie Tocotronic gibt, die für das avantgardistische bessere Deutschland stehen, so lange ist die Notwendigkeit des Diskurses eine zwingend gegebene Maßnahme, die radikal mit dem brechen muss, was auch eine Gruppe wie Tocotronic innerlich nach außen vorträgt.</h4>
<h3><strong>Mit Hein Blöd auf dem achten Ozean</strong></h3>
<h4>Das Singen von deutschen Texten ist sicherlich keine Erfindung der Hamburger Schule. Schon in den 70ern gab es u.a. den sogenannten Krautrock. Auch Bands wie Ton Steine Scherben, die mit aller Konsequenz dahin gingen, wo es sich mit einem monatlichen Gehalt prima prostestieren lässt, nämlich in den Schoß der deutschen Gemeinschaft (wer erinnert sich nicht gerne an die Soloauftritte von TSS-Sänger Rio Reiser bei Dieter Thomas Hecks „ZDF Hitparade“). Das ganze ist also weder neu, noch originell und erst recht in keinster Weise progressiv. Es ist die Wiederkehr des Vorhandenen, das sich 2010 nur besser zu Markte tragen lässt. Spätestens jetzt ist es an der Zeit, das Feld jenen zu überlassen, die glauben, Romantik, Lyrik und die Schönheit der Sprache wären etwas per se positives. Das Spiel der Texte haben Tocotronic zum Klassenprimus der Hamburger Schule gemacht. Was den Klassenkollegen mit „Die Tiere sind unruhig“ (Kante) noch nicht wirklich im Detail gelingt, exerzieren Tocotronic aus dem Effeff. Das ist auch so gewollt, weil der einfache Reim nicht nur den Interpreten langweilt, sondern auch dazu führen würde, dass er in seiner ganzen Beliebigkeit austauschbar wird. So spielen Tocotronic mit dem Appell durch Verneinung. Was am Anfang als Aufforderung zu verstehen wäre, wird zerstört durch das Ende in der Ironie. Selbskritisch, wenn auch eher ungewollt, heißt die Matrix hierfür „Harmonie ist eine Strategie“.</h4>
<h4>Jede und jeder wird in der Sprache von Lowtzows etwas finden, mit dem man glaubt, einen Schlüssel zur Erkenntnis in der Hand zu halten. Die Banalität des Gesagten erfährt durch das hörende Individuum mit all seinen Emotionen und Vorstellungen von etwas besserem die Aufwertung, die es letztendlich auch ermöglicht, Polen nicht mehr mit Panzern und Flugzeugen zu überfallen. Dafür sorgt dann die Außenstelle des Goetheinstitutes in Polen (6). Tonale Barbarei mit Raum für Leben einst und nun der Darstellung. Nun mag es sicher Hörer geben, die sich gerade nur mit jener Kunstfertigkeit des nicht gleich zu Verstehenden zufrieden geben. Die von der Zerstreuung des Wortes und der „Wortkunst“ zehren, die Musik der Hamburger erst dadurch wahrnehmen, dass sie zunächst nicht wahrnehmbar ist. Das Besondere, in einer Welt, in der das Einfache einprägend den Alltag bestimmt. Sie, die geistigen Vertreter einer neuen an den Universitäten heranwachsenden Elite (im selbsterdachten Idealfall) mögen nicht das Simple (abgesehen von Tiefkühlpizza) und sind so fixiert darauf, dass sie verblendet werden von der immer wiederkehrenden Einfältigkeit der Musik der Hamburger Schule.</h4>
<h4>Das neue Album schließt da an, wo das vorletzte aufhörte. Die Seichtigkeit des Seins, gepaart mit den Sprenkeln und Versatzstücken vom Menschen in der Revolte. Stürmt das Schloss nach dem Hinweis „Mach es nicht selbst“. Wenn Jan Gerber (7) vom Heimwerken spricht, dann mit Fug und Recht und als Kritik der Regression der Verlorenen, die sich in der ach so „Global-Brutal(en)“ Welt nicht mehr wohlfühlen. Wenn Tocotronic davon singen, ist es gleichzusetzen mit der Phrasenhaftigkeit, welche wir auch von den Protagonisten der No Global Bewegung her kennen. Statt mit sich selbst einmal zu brechen und dem gerecht zu werden, was sie vorgeben zu wollen, was sie fordern, verlieren sie sich in jenem Malstrom der Gleichgültigkeit, der nur dazu dient, das Elend zumindest für die Dauer der CD erträglich zu machen.</h4>
<p>Georg Domkamp</p>
<p><strong>Danke an Virginia Spuhr für die Inspiration (dein schön ist fast immer mein schön)</strong></p>
<p>1. Vgl. PHILIPP LENHARD &#8211; <a href="http://prodomo.50webs.net/1/zurueck_zum_glueck.pdf" target="_blank">Zurück zum Glück</a> PRODOMO &#8211; Zeitschrift in eigener Sache &#8211; Köln Nr. 1/2005</p>
<p>2. <a href="http://www.nadir.org/nadir/kampagnen/letthemusicplay/programm/programm.html" target="_blank">http://www.nadir.org/nadir/kampagnen/letthemusicplay/programm/programm.html</a></p>
<p>3. <a href="http://www.trikont.de/basics/archiv/1954/" target="_blank">http://www.trikont.de/basics/archiv/1954/</a></p>
<p>4. <a href="http://www.move-against-g8.org/" target="_blank">http://www.move-against-g8.org/</a></p>
<p>5.<a href="http://www.lastfm.de/event/1082553+Tocotronic+-+Solemn+League" target="_blank"> http://www.lastfm.de/event/1082553+Tocotronic+-+Solemn+League</a></p>
<p>6. <a href="http://www.goethe.de/ins/pl/lp/kue/mus/bdm/deindex.htm" target="_blank">http://www.goethe.de/ins/pl/lp/kue/mus/bdm/deindex.htm</a></p>
<p>7. <a href="http://de.divxklip.com/video/XGCVOzYZ3sg/jan-gerber-uber-die-anti-g8-bewegung.html" target="_blank">http://de.divxklip.com/video/XGCVOzYZ3sg/jan-gerber-uber-die-anti-g8-bewegung.html</a></p>
<p><span style="color:#333300;"><strong>Der Text von Frau Spuhr findet sich <a href="http://www.conne-island.de/nf/174/18.html" target="_blank">hier</a></strong></span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/postausderprovinz.wordpress.com/186/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/postausderprovinz.wordpress.com/186/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/postausderprovinz.wordpress.com/186/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/postausderprovinz.wordpress.com/186/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/postausderprovinz.wordpress.com/186/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/postausderprovinz.wordpress.com/186/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/postausderprovinz.wordpress.com/186/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/postausderprovinz.wordpress.com/186/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/postausderprovinz.wordpress.com/186/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/postausderprovinz.wordpress.com/186/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/postausderprovinz.wordpress.com/186/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/postausderprovinz.wordpress.com/186/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/postausderprovinz.wordpress.com/186/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/postausderprovinz.wordpress.com/186/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=postausderprovinz.wordpress.com&amp;blog=8422970&amp;post=186&amp;subd=postausderprovinz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Pólemos Ausgabe Nr. 2</title>
		<link>http://postausderprovinz.wordpress.com/2009/12/10/polemos-ausgabe-nr-2/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 14:14:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>postausderprovinz</dc:creator>
				<category><![CDATA[publications]]></category>
		<category><![CDATA[Pólemos]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit folgenden Themen: Die Hysterie um die Schweinegrippe breitet sich in Deutschland zur Pandemie aus. Der politische Nichtraucherschutz hat seine Wurzeln dort, wo es schon immer etwas kerniger zuging: im Nationalsozialismus. Leo Elser impft Wider die Gesundheitsreligion. Das Kapital fand sein Medium in der Person von Thilo Sarrazin. Akademische Mauerblümchen, wie Dr. Sabine Schiffer nehmen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=postausderprovinz.wordpress.com&amp;blog=8422970&amp;post=182&amp;subd=postausderprovinz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Mit folgenden Themen:</h4>
<h4>Die Hysterie um die Schweinegrippe breitet sich in Deutschland zur Pandemie aus. Der politische Nichtraucherschutz hat seine Wurzeln dort, wo es schon immer etwas kerniger zuging: im Nationalsozialismus. <strong>Leo Elser</strong> impft <strong>Wider die Gesundheitsreligion</strong>.</h4>
<h4>Das Kapital fand sein Medium in der Person von Thilo Sarrazin. Akademische Mauerblümchen, wie Dr. Sabine Schiffer nehmen nüchterne Sprüche gern zum Anlass ihre eigene Diskurshoheit über die sogenannten „Islamophoben“ unter die Leute zu bringen. <strong>David Parnass</strong> schaute Frau Dr. Schiffer in <strong>Elaborierter Obskurantismus</strong> dabei auf die Finger.</h4>
<h4>Warum für den Staat der Juden, Israel, nicht gelten darf, was die nationalbolschewistische Ideologie, am Beispiel „junge Welt“ , für islamistische Regimes und Banden einfordert, versucht <strong>Danyal</strong> in <strong>Die Gralshüter der ‚nationalen Souveränität’</strong> zu ergründen.</h4>
<h4>Die linke Bewegung denunziert das autonome bürgerliche Subjekt zugunsten des Allgemeinen und landet damit zwangsläufig im antizionistischen Wahn. Autonome Bandenbildung denunziert <strong>Doris Dei</strong> als schnöden <strong>Linksautismus</strong>.</h4>
<h4>Und vieles <a href="http://kritischetheorie.files.wordpress.com/2009/11/polemos-02.pdf">mehr</a> …</h4>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/postausderprovinz.wordpress.com/182/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/postausderprovinz.wordpress.com/182/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/postausderprovinz.wordpress.com/182/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/postausderprovinz.wordpress.com/182/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/postausderprovinz.wordpress.com/182/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/postausderprovinz.wordpress.com/182/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/postausderprovinz.wordpress.com/182/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/postausderprovinz.wordpress.com/182/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/postausderprovinz.wordpress.com/182/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/postausderprovinz.wordpress.com/182/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/postausderprovinz.wordpress.com/182/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/postausderprovinz.wordpress.com/182/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/postausderprovinz.wordpress.com/182/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/postausderprovinz.wordpress.com/182/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=postausderprovinz.wordpress.com&amp;blog=8422970&amp;post=182&amp;subd=postausderprovinz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Als wir uns einmal zu Israel verhalten wollten…</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 12:32:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>postausderprovinz</dc:creator>
				<category><![CDATA[appointments]]></category>
		<category><![CDATA[B5]]></category>
		<category><![CDATA[Bahamas]]></category>
		<category><![CDATA[Claude Lanzmann]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>

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		<description><![CDATA[… und unversehens unsere alte Liebe zu „linken Zusammenhängen“ wiederentdeckten Montag, 30. November 2009, 19 Uhr Max &#38; Moritz Oranienstr. 162 Berlin-Kreuzberg Die freie und Hansestadt hat ein Problem, das sich für die am meisten nach Freiheit dürstenden ihrer Bürger zu einem mittleren Erdbeben hätte auswachsen können. Es lässt sich, seit am 19. November bei [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=postausderprovinz.wordpress.com&amp;blog=8422970&amp;post=168&amp;subd=postausderprovinz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<h4></h4>
<h2><span style="color:#808080;"><strong>…         und unversehens unsere alte Liebe zu „linken Zusammenhängen“ wiederentdeckten</strong></span></h2>
<p><span style="color:#808080;"><strong> Montag,           30. November 2009, 19 Uhr </strong><br />
<strong>Max &amp; Moritz</strong><br />
<strong>Oranienstr. 162</strong><br />
<strong>Berlin-Kreuzberg</strong></span></p>
<h3><span style="color:#808080;">Die freie und Hansestadt hat ein Problem, das sich für die am meisten nach Freiheit dürstenden ihrer Bürger zu einem mittleren Erdbeben hätte auswachsen können. Es lässt sich, seit am 19. November bei <em>Spiegel-online</em> ein Interview mit Claude Lanzmann erschienen ist, nicht mehr leugnen: Hamburgs Linke hat in ihrer Mitte seit vielen Jahren einen Haufen brandgefährlicher Linksnazis. Es sind sogenannte autonome Antiimperialisten, die ungestört in ihrem Infoladen B 5 den Hass auf Israel, die Zionisten und solche Hamburger pflegen, die sich dem palästinensischen Volkssturm und deutscher „Israelkritik“ entgegenstellen. So wurden nicht erst die Besucher von Lanzmanns Film <em>Warum Israel</em> am 25. Oktober am Betreten des Kinos gehindert und auch geschlagen. Wer als Freund Israels der antisemitischen Kiezmiliz auffällt und auch noch in St. Pauli wohnt, dem kann es geschehen, dass er beobachtet, verfolgt, gestellt und zusammengeschlagen wird. Das geht seit spätestens dem Frühjahr 2004 (vorher waren Freunde Israels in Hamburgs Szenevierteln fast unbekannt) so, und jeder weiß dies. Seit es wegen des Lanzmann-Interviews das ganze Land weiß, gibt es nichts mehr wegzulügen. So schien es.</span></h3>
<h3><span style="color:#808080;">Jetzt wird alles anders, so hätte man hoffen können. Ihre Schande ist öffentlich geworden und Hamburgs Linke können ihre schützende Hand nicht mehr über den B 5-Laden halten, sie müssen wenigstens diesen allzu offensichtlichen Ausdruck der eigenen Gesinnung fallen lassen. Endlich ist es für Gegner des Antisemitismus und des Israelhasses möglich, so stand zu hoffen, gegen den Infoladen B 5 vorzugehen wie gegen jedes andere Nazi-Zentrum auch. Endlich, so keimte Hoffnung auf, würden Polizei und Presse mit Informationen über dieses Gesindel versorgt, gegen einzelne Schläger Strafanzeige gestellt und unter dem Ruf „rote Nazis raus!“ Demonstrationszüge Richtung Brigittenstraße ziehen.</span></h3>
<h3><span style="color:#808080;">In Hamburg aber soll alles beim Alten bleiben. Ausgerechnet diejenigen, die von den B 5-Schlägern bedroht und misshandelt wurden, verweigern, wie jeder gute Autonome auch, Aussagen bei Polizei und Justiz, die der Identifizierung und Aburteilung der Täter dienlich wären. Ausgerechnet die „Freunde Israels“, die darin gehindert wurden, sich den Film von Claude Lanzmann anzusehen, haben sich geweigert, die Polizei zur Hilfe zu holen, um so die Filmvorführung zu ermöglichen. Es kam noch schlimmer: Unter dem kryptisch-illiteraten Titel  „Antisemitische Schläger unmöglich machen – auch von links“ (Originaltext samt Unterschriftenkartell unter http://b-g-h-u.blogspot.com/)  ist ein Bündnisaufruf erschienen, unterschrieben auch von vielen Leuten, die der Redaktion freundschaftlich verbunden sind, der Lanzmann verhöhnt und die Israelsolidarität aus dem einzigen Grund preisgibt, weil man es sich mit der Linken nicht verderben will. Aus dem einzigen Grund, weil man ausgerechnet  von gewaltfreien Antisemiten Schutz gegen gewaltbereite erwartet, weil man im Mistloch der linken Gnade sich wälzen will, statt ihnen als ein Ausdruck einer Sache dort, wo es sich anbietet, den Rest zu geben.</span></h3>
<h3><span style="color:#808080;">Hier sei nur ein Beispiel gegeben. Im Aufruf heißt es: „Wir halten es für unerträglich dass Linke sich als antisemitischer Kampftrupp formieren, um missliebige Veranstaltungen zu Israel zu unterbinden.“ Ein Satz und drei Gründe ihn niemals zu unterschreiben. Da gibt es gar nichts im Sonntagsreden-Deutsch der Funktionärskaste für unerträglich zu halten, da hätte der Aufruf Not getan, alles dafür zu unternehmen, dass die B 5 geräumt wird. Auch ist es keineswegs unerträglich, sondern in der Natur der linken Sache liegend, „dass Linke sich als antisemitischer Kampftrupp formieren“. Und die Präsentation von „Warum Israel“ wird plötzlich zu einer „missliebigen Veranstaltung <strong>zu</strong> Israel“           kleingeredet, dabei gibt es wohl keinen flammenderen Appell <strong>für</strong> Israel           als eben diesen Film von Claude Lanzmann.</span></h3>
<h3><span style="color:#808080;">Das ist nur ein Satz unter vielen, die so unerträglich sind, dass sie als Text gewordenes Monument der Schande von eben auch israelsolidarischen Gruppen so leicht nicht vergessen zu machen sind.</span></h3>
<h3><span style="color:#808080;">Die Redaktion fragt sich: Wie konnte das geschehen? Die Redaktion fragt sich auch: Was ist da zu tun? Eine Antwort, als dringender Appell an unsere Freunde sei vorausgeschickt: Unterschreibt diesen Hamburger Aufruf nicht, beziehungsweise zieht Eure leichtfertig gegebene Unterschrift öffentlich zurück! Lest diese Schandschrift mit den Augen des Ideologiekritikers, der doch notwendig ein Sprachkritiker sein muss!</span></h3>
<h3><span style="color:#808080;">Alles Weitere wird <strong> Justus             Wertmüller </strong>In seinem Vortrag ausführen.</span></h3>
<h3><span style="color:#808080;">Einführung und Moderation von <strong>Tjark Kunstreich</strong>.</span></h3>
</div>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/postausderprovinz.wordpress.com/168/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/postausderprovinz.wordpress.com/168/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/postausderprovinz.wordpress.com/168/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/postausderprovinz.wordpress.com/168/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/postausderprovinz.wordpress.com/168/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/postausderprovinz.wordpress.com/168/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/postausderprovinz.wordpress.com/168/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/postausderprovinz.wordpress.com/168/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/postausderprovinz.wordpress.com/168/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/postausderprovinz.wordpress.com/168/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/postausderprovinz.wordpress.com/168/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/postausderprovinz.wordpress.com/168/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/postausderprovinz.wordpress.com/168/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/postausderprovinz.wordpress.com/168/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=postausderprovinz.wordpress.com&amp;blog=8422970&amp;post=168&amp;subd=postausderprovinz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Die „15-größte Stadt“ Duisburg als Exempel antiimperialistischen Wahns</title>
		<link>http://postausderprovinz.wordpress.com/2009/11/04/die-%e2%80%9e15-groste-stadt%e2%80%9c-duisburg-als-exempel-antiimperialistischen-wahns/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 12:44:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>postausderprovinz</dc:creator>
				<category><![CDATA[the ugly German]]></category>
		<category><![CDATA[Özgür Der]]></category>
		<category><![CDATA[Duisburg]]></category>
		<category><![CDATA[Duisburger Bündnis gegen Rechts]]></category>
		<category><![CDATA[HDR]]></category>
		<category><![CDATA[Hermann Dierkes]]></category>
		<category><![CDATA[Initiativ e.V. Pierre Vogel]]></category>
		<category><![CDATA[Kein Blut für Öl]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunisten Online]]></category>
		<category><![CDATA[Marwa El-Sherbini]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Artikel ist Teil der neuen Ausgabe der PRODOMO &#8211; Zeitschrift in eigener Sache Komplette Ausgabe &#8211; klick Grafik „Duisburg ist die westlichste Großstadt des Ruhrgebietes, Universitätsstadt, Oberzentrum des Niederrheins und mit knapp 500.000 Einwohnern 15-größte Stadt Deutschlands“, prahlt das Internetportal der Stadt Duisburg. Dass nur jeder dritte Einwohner einen sozialversicherungspflichtigen Job hat, dass die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=postausderprovinz.wordpress.com&amp;blog=8422970&amp;post=89&amp;subd=postausderprovinz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4><em><strong>Dieser Artikel ist Teil der neuen Ausgabe der PRODOMO &#8211; Zeitschrift in eigener Sache</strong></em></h4>
<p><em><strong>Komplette Ausgabe &#8211; klick Grafik</strong></em></p>
<p><em><strong><a href="http://prodomo.50webs.net/12/prodomo12.pdf"><img class="alignnone" title="Prodomo Nr. 12" src="http://prodomo.50webs.net/gfx/cover12.jpg" alt="" width="250" height="354" /></a><br />
</strong></em></p>
<h4><span style="color:#000080;">„Duisburg ist die westlichste Großstadt des Ruhrgebietes, Universitätsstadt, Oberzentrum des Niederrheins und mit knapp 500.000 Einwohnern 15-größte Stadt Deutschlands“, prahlt das Internetportal der Stadt Duisburg. Dass nur jeder dritte Einwohner einen sozialversicherungspflichtigen Job hat, dass die Innenstadt trostlos und das kulturelle Angebot armselig ist, verschweigen die Werbebeauftragten der Stadt verständlicherweise. Immerhin hat man in den letzten Jahren versucht, Duisburgs Image als heruntergekommene und verlassene Ex-Rhein-Ruhr-Metropole aufzupolieren und verweist stolz auf den schick hergerichteten Landschaftspark, in dem sich Besucher von Ruhrgebietsromantik umschmeicheln lassen können, oder auf den teuer sanierten Innenhafen, der als Flaniermeile gedacht ist, obwohl eine nennenswerte Zahl von Gästen nach wie vor ausbleibt. Die Universität, mittlerweile mit der Essener zusammengelegt, wird in erster Linie von Pendlern besucht, die gerne noch ein wenig länger im „Hotel Mama“ wohnen bleiben wollen und deshalb viermal die Woche mit Bus und Bahn in die nahe gelegene Großstadt brausen.Angesichts dieses deprimierenden Klimas erstaunt es wenig, dass Duisburgs Linke lieber die Augen vor dem heimischen Elend verschließt und stattdessen in die Ferne schweift, wo die Menschen vermeintlich noch für eine bessere und vor allem würdigere Zukunft kämpfen. Dass jedoch ausgerechnet die Basken oder gar Palästinenser und andere islamische Nazis die Projektionsgelüste der Duisburger Linken befriedigen sollen, ist aus dem Zustand der „15-größten Stadt“ alleine nicht zu erklären. Der Antiimperialismus, von dem hier die Rede ist, steht im Kontext einer internationalen Bewegung, deren Wahn sich gleichermaßen einem fetischistischen Antikapitalismus wie einer sich völkisch artikulierenden Zivilisationsfeindschaft verdankt, die zu analysieren Aufgabe kritischer Gesellschaftstheorie ist.Auf letzteres soll an dieser Stelle dennoch verzichtet werden. Stattdessen soll das Material für eine zu leistende kritische Analyse herausgearbeitet, d.h. Aufklärung über die ganz und gar hässlichen Umtriebe der Duisburger Linken betrieben werden, deren besonders radikale Ausformung antiimperialistischer Ideologie und Praxis als exemplarischer Ausdruck eines real existierenden und sich immer weiter ausformenden Bündnisses von Linken und radikalen Moslems anzusehen ist.</span><span style="color:#000080;">Der ehemalige Oberbürgermeisterkandidat der Linkspartei zum Beispiel, Hermann Dierkes, empfahl zur Unterstützung der Palästinenser öffentlich einen Boykott israelischer Waren (<em>WAZ</em>, 24.2.09) und rechtfertigte sich, nachdem er u. a. von Seiten des Zentralrats der Juden in Deutschland kritisiert wurde, in einem Interview mit der radikal-islamischen Website <em>Muslim Markt</em>: „An meiner langjährigen Kritik an der israelischen Politik gegen die Palästinenser – und auch seine anderen Nachbarn – habe ich nicht einen Millimeter zurück zu nehmen.“ [1] Dierkes, dem von seiner Partei auch weiterhin der Rücken gestärkt wird, wusste deshalb in dem Interview auch davon zu berichten, dass „der Zionismus durch seine Unterdrückungspolitik Antisemitismus fördert“ und die „Keule ‚Antisemitismus’ als ganz gefährliche politische Waffe“ von einer zionistischen Lobby eingesetzt wird, über die Norman Finkelstein – „obwohl selbst Jude“ – bereits alles nötige gesagt habe.</span><span style="color:#000080;">Ein anderes Beispiel für die Widerlichkeiten, von denen man gehofft hatte, dass sie mit dem Niedergang des Ostblocks verschwinden würden, ist die Website „Kommunisten Online“ von Günter Ackermann, der übrigens keinen prominenten Verwandten in der Schweiz hat. Ackermann sieht sich als Wahrer des marxistisch-leninistischen Erbes und kämpft seit Jahren unerbittlich für „den Aufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands“. Sinn und Zweck dieser Partei dürfte, legt man die Veröffentlichungen ihres Vorkämpfers zugrunde, vor allem die Eliminierung des „antideutschen faschistischen Lumpenpacks“ [2] sein, dem er etwa die Hälfte aller Einträge widmet.</span></p>
<p><span style="color:#000080;">Sind die Auslassungen Ackermanns aufgrund der sich in ihnen artikulierenden offenkundigen geistigen Umnachtung noch halbwegs amüsant, so sehr machen die Umtriebe eines „Vereins für Demokratie von unten“, der unter dem Namen „Initiativ e.V.“ berühmt-berüchtigt geworden ist, deutlich, dass noch der größte Irrsinn gefährlich sein kann, wenn er zur Tat schreitet. Diese antisemitische Zirkustruppe, die aus nicht einmal zehn Personen besteht, schafft es mit einer Periodizität in die Bücher des Nordrhein-Westfälischen Verfassungsschutzberichtes, dass man mutmaßen könnte, sie sei als Zwei-Euro-Job extra geschaffen worden, um der Beschäftigungslosigkeit der Überwachungsbehörden vorzubeugen. Einige Mitglieder des Zusammenschlusses [3] leben zwar auch in Köln, Bonn und Berlin, er hat aber seine Basis nach wie vor in Duisburg, von wo aus er regelmäßig seine antisemitischen und antiamerikanischen Kampagnen und Aufmärsche vorbereitet. Berühmt wurde der Verein nicht zuletzt durch regelmäßige körperliche Angriffe auf Antifaschisten, die gegen die antisemitischen Pro-Intifada-Umzüge des Initiativ e.V. protestiert hatten. Seit Ende 2005 veränderten die Kameraden dann ihre Strategie weg vom Kampf um die Straße hin zum Kampf um die Köpfe – und zwar vor allem diejenigen, die islamisch ticken. Neben dem <em>next door burka girl</em>, das der Initiativ e.V. mit seinen Plakaten und Aufklebern umwirbt, strebt die Vereinigung vor allem die Zusammenarbeit mit radikalen Moslems an, die als militante Speerspitze des antiimperialistischen Kampfes bewundert werden. Hauptansprech- und Bündnispartner sowie eine Art Einstiegsdroge in die islamistische Szene für die Aktivisten des Initiativ e.V. ist der Verein HDR (Human Dignity &amp; Rights), der bis Ende 2008 ein Büro am Duisburger Innenhafen betrieb. Dort fand neben regelmäßigen politischen Schulungen auch die Planung für pressewirksame Aktionen statt. Geführt wurde das Büro von dem bis heute in Duisburg-Hochfeld ansässigen Murat Yilmaztürk. Yilmaztürk ist nicht nur der erste Vorsitzende des islamischen Vereins, sondern arbeitete bis Mitte 2007 als Dolmetscher für Duisburger Polizeibehörden und Gerichte. [4] Der HDR ist ein deutscher Ableger der türkischen links-islamischen Organisation „Özgür Der“. [5] Sie verfolgt das Ziel, aus der Türkei eine islamische Republik zu machen. Darüber hinaus begreift sie sich als Teil der Umma und hat sich folgerichtig die Vernichtung des Staates Israel auf die grüne Fahne geschrieben. Deshalb unterhält „Özgur Der“ unter anderem enge persönliche Kontakte mit Vertretern der Hamas, die immer wieder zu gemeinsamen Aktionen, z.B. Geldsammlungen und Veranstaltungen, führen.</span></p>
<p><span style="color:#000080;">Wie jede freie Kameradschaft ist auch der deutsche Ableger von „Özgür Der“, der HDR, auf Netzwerke angewiesen. Neben den altbewährten Betätigungsfeldern innerhalb der deutsch-islamischen Community, also Agitationsversuchen in Milli Görüs-Moscheen und bei Veranstaltungen islamischer Konkurrenzvereinigungen, erkannte die Organisation relativ schnell die regressive Sehnsucht derjenigen deutschen Linken, die sich für autochthone Völker und Antisemitismus begeistern können. Der Initiativ e.V. stellte sich rasch als einer der vielversprechendsten Kandidaten für eine Konversion zum Jihad heraus. Gedrängt von der österreichischen Zentrale, der „Antiimperialistischen Koordination“, doch endlich mal den Schulterschluss zu attraktiven Migrantentruppen zu suchen, ging der Initiativ e.V. bereitwillig auf die Offerten des HDR ein und schätzte sich ob der Verankerung in der islamischen Community glücklich. Doch verlief die Zusammenarbeit zu Beginn nicht so problemlos, wie man gedacht hatte: So galt es 2004 bei einem Naziaufmarsch in Duisburg, die linke Anhängerschaft dazu zu überreden, auf einen rosa Block aufgrund islamischer Befindlichkeiten zu verzichten. Der Erfolg dieser Forderung war mäßig und so liefen dem Initiativ e.V. die Demonstranten davon.</span></p>
<p><span style="color:#000080;">Überhaupt lässt sich konstatieren, dass sich die Duisburger Antiimperialisten im Zuge ihrer Zusammenarbeit mit islamischen Organisationen nicht nur Freunde gemacht haben. Nach langem Zögern sind einige linke Gruppen von ihren ehemaligen Genossen abgerückt, so dass letztes Jahr sogar ein Bündnis antifaschistischer Gruppen bei der Roten Hilfe einen Antrag zur Entziehung aller finanziellen Unterstützung für den Initiativ e.V. einreichte, der aber letztendlich aufgrund des antiimperialistischen Konsenses bis in den Bundesvorstand hinein zum Scheitern verurteilt war. Die Rote Hilfe zog den Antrag im Hinblick auf eine vermeintliche &#8222;Grundsatzdebatte&#8220; zurück.</span></p>
<p><span style="color:#000080;">Allerdings muss berücksichtigt werden, dass die Demokraten „von unten“ sich als Avantgarde einer weltweiten Bewegung wissen, weshalb Misserfolge beim Kampf um die Massen sie ohnehin nicht von ihren Vorhaben abbringen können. Im Gegenteil: Je erfolgloser die eigene Politik ist, umso mehr wirft man sich den immer barbarischeren Gruppen an den Hals – von der Hizbollah über die Hamas und die ETA bis zu al Kaida, die völlig zu Recht als Bestandteil des &#8222;irakischen Widerstands&#8220; betrachtet wird. Doch der Hauptverbündete war nach wie vor der HDR: Intensiviert wurde die Zusammenarbeit der Antisemiten durch die jährlich stattfindenden Aufmärsche in Duisburg zum Jahrestag der Intifada (2005 in Köln, danach immer in Duisburg), den Jahrestag des „Überfalls“ auf den Irak sowie den Antikriegstag. Wo immer sich die Gelegenheit bot, gegen Israel und Amerika auf die Straße zu gehen, die türkischen Importbräute liefen mit den heiratswilligen Deutschen vom Initiativ e.V. mit.</span></p>
<p><span style="color:#000080;">Der vorläufige Höhepunkt der gemeinsamen Aktivitäten war Mitte 2006 erreicht: In regelmäßigen Abständen traf sich eine „Arbeitsgruppe“ von Initiativ e.V. und HDR am Flachsmarkt in den Räumlichkeiten des HDR. Dort gab es für die unbedarften deutschen Freunde Nachhilfeunterricht in Sachen Scharia, ferner galt es davon zu überzeugen, Judenfeindschaft, Homophobie und das Kopftuch als gottgegeben zu akzeptieren. Noch war den sich selbst als Linke verstehenden Aktivisten des Initiativ e.V. der Islam zwar irgendwie dubios, aber die Missionierungsarbeiten führten trotzdem nicht dazu, dass die Zusammenarbeit beendet worden wäre. Denn die weitere Arbeitsteilung gestaltete sich derart, dass der HDR alles, was der Initiativ e.V. organisierte, bezahlte.</span></p>
<p><span style="color:#000080;">Doch der HDR gab selbstverständlich nicht auf und sich auch nicht damit zufrieden, Sponsor einer etwas spleenigen Gruppe junger Leute zu sein. Wie im Gazastreifen, so ist auch in Duisburg die Almosenvergabe an Bedingungen geknüpft; der Geldgeber verlangt eine Gegenleistung. Diese Gegenleistung soll die Konversion zum Islam sein und der HDR bemüht sich verstärkt, den Freunden vom Initiativ e.V. das islamische Leben auch privat näher zu bringen. Als Appetithappen bot man der einzigen Frau im Verein „von unten“ an, sich arbeitstechnisch in die betriebseigene Frauensektion einzubringen &#8211; was sie, überzeugt von der Wichtigkeit ihres Tuns, auch einige Monate tat. Doch beim Initiativ e.V. handelt es sich nun mal nicht um bloße Wasserträger, sondern um Überzeugungstäter, die ihren Antiimperialismus für den „richtigen“ halten, den der Moslems dagegen nur für einen „prinzipiell richtigen“. Deshalb versuchte man seinerseits, den HDR auf Linie zu bringen. Im Februar 2007 fand im ehemaligen Gebäude des <em>Neuen  Deutschland</em> eine „Irakkonferenz“ statt, die vom Initiativ e.V. mitorganisiert worden war. Man lud dorthin – im Wissen, dass diese Art von Zusammenkommen auf die HDRler wie Thalidomid wirken könnte – zwei Vertreter des HDR ein. Das nächste geplante Großevent, eine so genannte Widerstandskonferenz in Italien, sollte dann endlich das Arkanum deutsch-islamischer Verbundenheit werden. Die Aussicht, z.B. mit der Irakisch Patriotischen Allianz (IPA) zu Abend zu beten, ließ sich der HDR nicht nehmen. So flog u.a. der Duisburger Murat Kurt nach Terme Chianciano. Dort war zwar der Österreicher Wilhelm Langthaler (AIK) durchaus um seine türkischen Freunde bemüht, aber mehr als eine Grußbotschaft auf Papier zu bringen, bot er ihnen dennoch nicht an. So kam es zu einer Verstimmung zwischen den Vertragspartnern, die gar soweit ging, dass der HDR sich kurzfristig aus dem Duisburger Bündnis gegen Rechts zurückzog.</span></p>
<p><span style="color:#000080;">Zur Versöhnung – aber wohl nicht nur deshalb – nahmen Vertreter des Initiativ e.V. Ende 2007 am Al-Quds-Tag in Duisburg-Hochfeld teil. Zusammen mit knapp tausend radikalen Moslems lauschten sie u.a. der Live-Schalte mit dem Hamas-Führer Ismail Haniyya, der den Anwesenden versprach, dass Jerusalem bald wieder judenrein sein wird. Bei dieser für den Initiativ e.V. durchaus attraktiven Aussicht ließ man es sich gerne gefallen, nur einen Sitzplatz bei den Frauen, Kindern und anderen aus islamischer Sicht Minderwertigen zu haben.</span></p>
<p><span style="color:#000080;">Bis heute ist das Verhältnis zwischen dem HDR und dem Initiativ e.V. geprägt von Annäherung und Distanz. Wann immer es gilt, ein Opfer von Islamophobie zu präsentieren, steht der HDR Gewehr bei Fuß. Im Gegenzug organisiert der HDR die muslimischen Kohorten für die linken Aufmärsche und lässt sich gegebenenfalls auch nicht lange bitten, die eine oder andere Geldleistung zu erbringen. Aktuell betreibt man gemeinsam ein Bündnis, das sich „Stoppt die Hetze“ (SdH) nennt – gemeint ist natürlich die der Islamgegner. Dieser Zusammenschluss trat bereits des Öfteren bei medienwirksamen Veranstaltungen auf. So etwa bei den Protesten gegen den „Antiislamisierungskongress“ von Pro Köln, als SdH bei einer „symbolischen“ Menschenkette um die Ditib-Moschee in Köln-Ehrenfeld mitmachte. Auch auf rein islamischen Volksfesten treibt er sich herum, wie zuletzt in Düsseldorf, als die Kiezgröße Pierre Vogel die Märtyrerin und Schwester im Islam, Marwa El-Sherbini, abfeierte. Murat Yilmaztürk vom HDR sorgte persönlich dafür, dass die mit der Naziparole „Kein Blut für Öl“ geschmückten Elendsgestalten zwischen ihren Brüdern und Schwestern im Geiste Flugblätter des Bündnisses verteilen durften. Als Dank dafür holte der Initiativ e.V. dann Pierre Vogels „Muslime gegen Rechts“ [6] für die Gegendemonstration anlässlich des Naziaufmarsches am 5. September nach Dortmund ins Boot. Warum Pierre Vogel und seine deutschen Steigbügelhalter am Antikriegstag ausgerechnet <em>gegen</em> den braunen Mob demonstrierten, anstatt ihn für den antiimperialistischen Kampf zu rekrutieren, bleibt wohl ihr Geheimnis. Aber wer weiß, was da noch kommen mag. Das Kundgebungsmotto der Nazis jedenfalls war sowohl HDR- als auch Initiativ e.V.-tauglich: „Gegen imperialistische Kriegstreiberei und Aggressionskriege“.</span></h4>
<h4><span style="color:#000080;"> Georg Domkamp</span></h4>
<h4><span style="color:#000080;"><br />
<strong>Anmerkungen:</strong></span></h4>
<h4><span style="color:#000080;"><strong> </strong>[1] <a href="http://www.muslim-markt.de/interview/2009/dierkes.htm" target="_blank">http://www.muslim-markt.de/interview/2009/dierkes.htm</a></span></h4>
<h4><span style="color:#000080;">[2] <a href="http://www.kommunisten-online.de/Diversanten/kriegshetzer2.htm#Kampf%20den" target="_blank">http://www.kommunisten-online.de/Diversanten/kriegshetzer2.htm#Kampf%20den</a></span></h4>
<h4><span style="color:#000080;">[3] Anm. d. Redaktion: Die Namen der Mitglieder und ihre Arbeitsstellen sind der Redaktion inzwischen vollständig bekannt und werden ggf. – d.h. wenn es wieder einmal darum gehen sollte, gewalttätige Angriffe des Initiativ e.V. auf proisraelische Demonstranten strafrechtlich zu ahnden – auf Anfrage herausgegeben. Von einer Veröffentlichung sehen wir aber aus Gründen der Wahrung der Persönlichkeitsrechte ab.</span></h4>
<h4><span style="color:#000080;">[4] Vgl. <a href="http://www.wdr.de/themen/politik/nrw/verfassungsschutzbericht/2008/index.jhtml">http://www.wdr.de/themen/politik/nrw/verfassungsschutzbericht/2008/index.jhtml</a></span></h4>
<h4><span style="color:#000080;">[5] <a href="http://www.ozgurder.org/v2/index.php" target="_blank">http://www.ozgurder.org/v2/index.php</a></span></p>
<p><span style="color:#000080;">[6] Vgl. dazu das <a href="http://prodomo.50webs.net/11/editorial.html">Editorial</a> der<em> Prodomo</em> Nr.  11/2009.</span></h4>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/postausderprovinz.wordpress.com/89/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/postausderprovinz.wordpress.com/89/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/postausderprovinz.wordpress.com/89/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/postausderprovinz.wordpress.com/89/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/postausderprovinz.wordpress.com/89/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/postausderprovinz.wordpress.com/89/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/postausderprovinz.wordpress.com/89/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/postausderprovinz.wordpress.com/89/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/postausderprovinz.wordpress.com/89/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/postausderprovinz.wordpress.com/89/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/postausderprovinz.wordpress.com/89/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/postausderprovinz.wordpress.com/89/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/postausderprovinz.wordpress.com/89/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/postausderprovinz.wordpress.com/89/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=postausderprovinz.wordpress.com&amp;blog=8422970&amp;post=89&amp;subd=postausderprovinz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Essener Zustände und türkische Intervention</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 18:58:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>postausderprovinz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Allianz Essener Türken]]></category>
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		<description><![CDATA[Das deutsche Gedächtnis ist kollektiver Treibsand. Den wenigsten dürfte noch der Angriff auf die Essener Synagoge am 7. Oktober 2000 in Erinnerung sein. Knapp 200 Gotteskrieger versuchten im Anschluss an eine „Solidarität mit Palästina“- Demonstration die Essener Synagoge zu stürmen und nur ein massives Polizeiaufgebot verhinderte letztendlich, dass die acht Personen, die sich noch in [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=postausderprovinz.wordpress.com&amp;blog=8422970&amp;post=79&amp;subd=postausderprovinz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das deutsche Gedächtnis ist kollektiver Treibsand. Den wenigsten dürfte noch der Angriff auf die Essener Synagoge am 7. Oktober 2000 in Erinnerung sein. Knapp 200 Gotteskrieger versuchten im Anschluss an eine „Solidarität mit Palästina“- Demonstration die Essener Synagoge zu stürmen und nur ein massives Polizeiaufgebot verhinderte letztendlich, dass die acht Personen, die sich noch in der Synagoge aufhielten, für den Propheten des Terrors geopfert wurden. (1)<br />
2009 kommen die Freunde Palästinas ohne Steine, aber immer noch robust ausgestattet mit dem islamischen Dogma, welches auf die Vernichtung der Juden ausgerichtet ist. Nun ist Essen nicht der israelische Gazastreifen und doch, im Publikum sitzen auch jene ethnischen Vertreter, mit denen man durchaus ein weiteres Joint Venture betreiben könnte, welches der Großmufti von Jerusalem einst ins arische Leben rief.</p>
<p>Essen wird in diesem Moment aber wieder zum durch Hamas Terroristen besetzten Gazastreifen, als dass sich die Anwesenden türkisch – islamischen Teilnehmer auch in Regierungsverantwortlichkeiten wissen. Die Integrationsfolklore der Stadt Essen, vertreten durch deren Obermufti Muhammet Balaban (2), war aufmarschiert, um das Türkentum vor dem Zugriff der Juden zu schützen.</p>
<p><strong>Donnerstagsgespräch und Freitagsgebet</strong></p>
<p><strong></strong><br />
Einmal im Monat bittet der Verein „Alte Synagoge Essen“ zum so genannten Donnerstagsgespräch (3). Mit diversen Themen und Referenten, bzw. Referentinnen hatte man sich bereits auseinandergesetzt. Ob jetzt einem besonderen Anspruch dabei Rechnung getragen werden soll, ist nicht ganz ersichtlich, zumal das ganze in der Regel in Diskursseichtigkeiten abgleitet, wie man sie auch aus Talkshows oder bunten Abenden in Altenheimen kennt.</p>
<p>Das Thema am ersten Oktober 2009 lautete „Die Türkei, die Juden und der Holocaust“ und wurde im Laufe des Gesprächs zu „Die Türken und die Juden“ verkürzt. Die Referentin, die Turkologin Corry Guttstadt (4), hatte sich sicher etwas anderes auf die Power Point Folie geschrieben und kämpfte sich sichtlich ergebnislos durch die im Anschluss des Referats stattfindende Debatte.</p>
<p>Als Appetizer für das am Tag folgende Freitagsgebet setzten ihr vor allem die 6 moslemischen Männer zu, die mit den von ihr niedergeschriebenen und zu einem Buch (5) zusammen gekloppten Ansichten über die Schuld der Türkei gar nicht zufrieden waren.<br />
Die Eröffnung des türkischen Tribunals wurde eingeleitet durch einen besonders scheußlichen Menschen, der die Referentin nicht nur der Lüge bezichtigte, sondern darüber hinaus noch durch besonders mangelndes Geschichtswissen glänzte.</p>
<p>Das Szenario ist sicher nicht neu und spätestens seit den Auftritten von Holocaust Leugnern und RAF Terroristen wie Horst Mahler (6) dürfte bekannt sein, dass die Forderung nach Redefreiheit, Demokratie und Wahrheit einen nie endenden Ruf aus dem Reich der Judenhasser darstellt. Völlig bildungsresistent störte er nach seinem Exkurs immer wieder die laufende Erörterung und war nicht mal durch seine Brüder im Islam zu beruhigen. Ganz und gar nicht wollte er sich von der These abbringen lassen, dass gerade die Türken, bzw. die Türkei doch weit aus mehr Juden gerettet hätte und während einer wie Oskar Schindler dafür sogar einen Oskar bekommen hätte (das wäre sicher eine Bildzeitungsschlagzeile wert gewesen „Skelett nimmt Oskar entgegen“) würden die Türken leer ausgehen. Der Zwischenruf, er möge doch bitte seine Medikamente nehmen und sich auf den Weg zurück in die Anstalt machen, blieb leider aus. Stattdessen ging das Theater weiter.</p>
<p><strong>Im Tal der Wölfe</strong></p>
<p>Die nachfolgenden Redner und Holocaustexperten verband vor allem eins, sie alle fingen ihre Ausführungen mit türkischen Sprichwörtern an. Aber nicht etwa in der Form von „Ein Stock im Rücken, ein Kind im Bauch“, sondern bezogen auf die Gerechtigkeit, über abgehackte Arme und die guten Taten, mit denen es nicht zu protzen gilt. Alle fanden natürlich auch das Buch „ganz interessant“,aber falsch.</p>
<p>Durch das Buch würde das Türkentum beschmutzt und nur der trennende Moment wiedergegeben werden. Natürlich durfte in der Argumentation der Wölfe das heutige Israel nicht fehlen, das ganz abscheulich die Palästinenser unterdrücke und einen Krieg gegen sie führen würde. Keine Legende war zu verwegen, um die türkische Volkseele wieder aufzurichten.</p>
<p>Als zuletzt noch ein türkischer Student der Uni Duisburg/Essen sein angeeignetes Fachwissen zum Besten gab, nämlich, dass der Titel des Buches (Die Türkei, die Juden und der Holocaust) dazu geeignet wäre, ein falsches Licht auf die islamisch/türkische Nation zu werfen, war es Zeit für eine Unterwerfung der Referentin.</p>
<p>Natürlich gäbe es auch Besatzung und Krieg gegen die Palästinenser, aber das habe nichts mit dem Titel des Buches zu tun. Sie verwehre sich auch gegen jeden Rassismus, habe sie doch in der Vergangenheit persönlich Ausländer zu Behörden geleitet und alles getan, was auf der Agenda ordentlicher bildungsbürgerlicher Gutmenschen steht, erfüllt. Aber auch dieser opferbereite Einsatz vermochte die Psyche nicht zu beruhigen.</p>
<p><strong>Muhammet Balaban, Milli Görüs und die Homosexuellen</strong></p>
<p>Nicht mal die Hand wollte er der Enkelin von Hannah Arendt so recht geben, als sich der erste Vorsitzende des Integrationsbeirates der Stadt Essen auf den Weg machte. Muhammet Balaban, der keine Gelegenheit auslässt, für den Dialog zwischen den Kulturen seine Grimasse in die Kameras zu halten, Al Qaida zu verurteilen (sie schaden dem Islam) und sich auch sonst als Biedermann darzustellen, ist aber weit mehr als nur Vorsitzender des Integrationsbeirates.</p>
<p>In einer kleinen Anfrage (Drucksache 13/2063 vom 24.07.1995) (7) an den Bundestag (ausgerechnet von der Antizionistin Ulla Jelpke) zu türkischen Rechtsextremisten und islamistischen Gruppierungen in Deutschland tauchte der integere Vorsitzende mit folgendem Zitat auf: <span style="color:#ff0000;"><em>„Diese Gesellschaft muß Homosexualität bereits im Vorfeld bekämpfen. Es ist wichtig, daß junge Männer von Homosexuellen ferngehalten werden, damit sie sich normal entwickeln können. Schließlich tragen wir eine Verantwortung, auch gegenüber Gott.“ </em></span>Weiter führte er aus: <span style="color:#ff0000;"><em>„Die Homosexuellen bilden sich ein, daß es ihnen gut geht, und  sie meinen sogar, daß sie ein besseres Leben führen. Doch das stimmt nicht.“</em> </span>(aus »Lokalberichte«, Essen, Nr. 13/95).</p>
<p>Dass die Stadt Essen sich einen homophoben Islamisten als Vorzeigetürken hält widerspricht nicht den postnazistischen Verhältnissen, die sich gerade auch in der Provinz von Essen ähnlich einem Feuchtbiotop wieder finden. Es wäre auch nicht weiter tragisch, wenn gerade diese Hässlichkeiten nicht immer wieder den Weg aus den Untiefen herausfänden und dann auch noch u.a. auf Veranstaltungen auftauchen, deren Referenten in der Regel eh schon durch Sprach- und Denkohnmacht zu langweilen wissen. Hier treffen dann, wie in diesem Fall, islamische Befindlichkeiten auf Antisemitismus in der Gestalt der attraktiven, wenn nicht sogar schönsten deutschen Diskurseigenschaft auf, die sich Kritik an Israel nennt.</p>
<p>Nun ist das Konzept, in Veranstaltungen zu gehen, um die westliche Zivilisation mit antiwestlichen Vorstellungen zu torpedieren sicher keine Erfindung der dreizehn Mitglieder der Allianz Essener Türken. Was junge Nazis, seien sie jetzt von der NPD oder den so genannten Freien Kameradschaften, schon lange als Diskussionskultur zelebrieren und auch erfolgreich umsetzen, in dem sie nämlich gezielt dort auftauchen, wo sich die Gelegenheit bietet gegen Juden zu hetzen, ist dem einfachen moslemischen Otto Normalvergaser nur recht. Er setzt voraus, dass man sich seiner Schwere und der für ihn zum Glaubensbekenntnis dazugehörenden Abneigung gegen die Zivilisation annimmt und ihm (dem Mann) nicht widerspricht, zumal, wenn es sich bei der Vortragenden um eine Frau handelt. Diese von zu Hause, sei es in Essen Katernberg (8) oder den weitläufigen Dörfern und  Tälern anatolischer Schäbigkeit, mitgebrachte Eigenschaft wird als natürlich erachtet und eine notwendige Intervention mit dem Begriff Islamophobie oder tölpelhafter abgeschmettert.</p>
<p>Wenn unverkennbar ist, um welche Art von Diskutanten es sich an diesem Abend gehandelt hat, aus welchen Communitys sie stammten und ferner agierten, erklärt sich auch die Impertinenz, mit der sie sich dort nahezu geschlossen präsentierten. Auch verwundert es nicht weiter, dass dann im Nachhinein bekannt wurde, dass die Veranstaltung im Vorfeld zu Drohungen und Unmutsäußerungen geführt hatte. Das sie dann doch noch stattfand, ist weniger Ausdruck der Wahrnehmung demokratischer Gepflogenheiten, als vielmehr der tiefe Ausdruck deutscher Sehnsüchte nach der Regression. Den edlen Wilden auf der eigenen Versammlung all das Aussprechen zu lassen, was man sich selber nicht zutraut, ist eben so selbstredend, wie sich am Wochenende ein antisemitisches Theaterstück (9) anzuschauen, eine Stadt weiter, mit seinesgleichen. Ein Hoch auf den interreligiösen Dialog, lang lebe die moslemische Intervention!</p>
<p>Georg Domkamp</p>
<p>1.	Vgl. Karl Selent : Intifada ist überall. Palästinasolidarität als Angriff auf die Alte Synagoge Essen</p>
<p>2.<a href="//www.essen.de/Deutsch/Rathaus/Aemter/Ordner_0513/Integrationsbeirat/Mitglieder_Steckbriefe_Integrationsbeirat/Balaban.asp">http://www.essen.de/Deutsch/Rathaus/Aemter/Ordner_0513/Integrationsbeirat/Mitglieder_Steckbriefe_Integrationsbeirat/Balaban.asp</a></p>
<p>3.	<a href="//www.alte-synagoge.essen.de/">http://www.alte-synagoge.essen.de/</a></p>
<p>4.	<a href="http://www.assoziation-a.de/autoren/Guttstadt_Corry.htm">http://www.assoziation-a.de/autoren/Guttstadt_Corry.htm</a></p>
<p>5.<a href="http://www.assoziation-a.de/neu/Die_Tuerkei_die_Juden_und_der_Holocaust.htm">http://www.assoziation-a.de/neu/Die_Tuerkei_die_Juden_und_der_Holocaust.htm</a></p>
<p>6.	<a href="http://www.rp-online.de/personen/Horst--Mahler">http://www.rp-online.de/personen/Horst&#8211;Mahler</a></p>
<p>7.	<a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/13/020/1302063.asc">http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/13/020/1302063.asc</a></p>
<p>8.<a href="http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2009/03/12/9368.html?L=.html.html.html.html">http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2009/03/12/9368.html?L=.html.html.html.html</a></p>
<p>9.<a href="http://www.focus.de/kultur/kultur-news/umstritten-fassbinders-der-muell-die-stadt-und-der-tod-feiert-deutschland-premiere_aid_441030.html">http://www.focus.de/kultur/kultur-news/umstritten-fassbinders-der-muell-die-stadt-und-der-tod-feiert-deutschland-premiere_aid_441030.html</a></p>
<p><a href="http://postausderprovinz.files.wordpress.com/2009/10/essener-zustande-und-turkische-intervention.pdf">PDF</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/postausderprovinz.wordpress.com/79/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/postausderprovinz.wordpress.com/79/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/postausderprovinz.wordpress.com/79/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/postausderprovinz.wordpress.com/79/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/postausderprovinz.wordpress.com/79/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/postausderprovinz.wordpress.com/79/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/postausderprovinz.wordpress.com/79/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/postausderprovinz.wordpress.com/79/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/postausderprovinz.wordpress.com/79/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/postausderprovinz.wordpress.com/79/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/postausderprovinz.wordpress.com/79/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/postausderprovinz.wordpress.com/79/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/postausderprovinz.wordpress.com/79/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/postausderprovinz.wordpress.com/79/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=postausderprovinz.wordpress.com&amp;blog=8422970&amp;post=79&amp;subd=postausderprovinz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Dortmund und die Antifasemiten</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 16:57:41 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Naziaufmarsch 5 September Dortmund]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<h4>Es ist schon ein liebgewordener Reflex, dass wo immer die Nazis von rechts demokratische Gepflogenheiten für sich in Anspruch nehmen, die Opposition von links nicht all zu weit ist. Anders formuliert, wo immer die braune Scheiße liegt, sind die Fliegen nicht weit. Nun umkreisen diese Fliegen den Kot nicht nur, sondern klären auch gleichzeitig mit der Entdeckung ihren Besitzanspruch. Die Idee, dass es auch im Interesse des Staates liegen könnte, hier ein demokratisches Bedürfnis nach Entfernung des Haufens zu attestieren, will einfach nicht entstehen. Es scheint viel mehr so, als würde der Teil des personifizierten Straßenkampfes nicht aus seiner analen Phase herauskommen können und stattdessen lieber ein Leben lang sich mit dem Kot beschäftigen, respektive spielen zu wollen.</h4>
<h4>Auf der anderen Seite braucht die Linke auch die Rechte, nicht zuletzt für die eigene Existenz. Nichts verbindet mehr als ein Ziel und sei es nur, um dessen nie zu überwindende Entfernung. Ganze wirtschaftliche Betriebe sind auf den Abflussrohren der rechten Existenz gewachsen. Studierende, die immer noch nicht wussten, wie es nach dem Studium mit ihnen und ihrer Existenz weitergehen soll, verdingen sich in den Expertenrunden und nie endenden Vortragsreihen gegen Rechts. Mit dem kategorischen Zeigefinger lässt sich die monatliche Miete aufbringen und ein bisschen Ruhm und Ehre in dem in sich geschlossenen Zirkel hebt die Stimmung und erhält die Vorstellung, es doch irgendwie nach der Regelstudienzeit geschafft zu haben.</h4>
<h4>Meist sind die präsentierten Analysen nicht szientifisch, aber apokalyptisch genug, um das aktuelle Buch oder Blättchen zum Thema an den Nachwuchs zu verkaufen. Es wird ein Bedarf in den Unbedarften geschaffen um die eigene Existenz am laufen zu halten. Sicher, diese Republik hat ein Problem mit den Randständigen. Nun kann es aber nicht sein, dass linke Bürgerwehren glauben, es wäre ihre Aufgabe, das Gesetz in die eigene Volksfronthand zu nehmen und im Sinne einer antisemitischen Internationalen a`la KPD die Straßen zu säubern, notfalls auch mit der vorgezogenen Vernichtung von Privateigentum. Die Konsequenz, die daraus folgt, ist nahezu monatlich auf den Straßen und Dörfern zu beobachten. Chronisch unterbesetzte Staatseinheiten in grün machen in der Interaktion zur Durchsetzung von demokratischem Recht keinen Unterschied zwischen den Button behangenen Volksgenossen von links bis rechts. Im Ergebnis gründen beide Fraktionen dann ihre Ermittlungsausschüsse und jammern auf hohem Niveau über „Bullengewalt“ und der Blindäugigkeit auf dem rechten, respektive dem linken.</h4>
<h4>Am 5. September 2009 wird eine neue Runde des innerdeutschen Wettkampfes um den braunen Haufen eingeläutet. Die Mannschaft mit dem Heimvorteil kämpft aktuell noch um die Freigabe des Spiels, die Auswärtsmannschaft hat sowohl die erste, als auch die zweite Mannschaft aufgestellt um einen Auswärtssieg nach den chronischen Niederlagen endlich einmal zu erringen. Bereits jetzt kann man das Ergebnis aber schon absehen. Mehr als die Zuschauerrolle wird den Auswärtigen nicht zugestanden. Die Erfahrung schlägt die Hybris. Bereits beim ersten Treffen des Koordinierungskreises der Protagonisten der verhinderten Verhinderer wurde klar, dass es mehr bedarf als dem romantischen Kitt aus „Alle auf Antifa“. Das sich sinniger Weise S5 nennende Bündnis (vermutlich steht das S für Scheitern und 5 für das fünfte Mal) konnte sich bei diesem Treffen nicht durchsetzten. Die von Dimitri Tsalos angeführte Widerstandsfraktion wollte einem Verbot von Fahnen nicht nachkommen, verständlich, wenn man ihm mal gegenüber gesessen hat (dabei gibt es doch zahlreiche Präparate und Mittelchen dagegen). Nicht, dass es explizit um Nationalfahnen an sich gehen würde, es ging ausschließlich um den Juden unter den Nationalfahnen.</h4>
<h4>Man stelle sich die Groteske auch einmal vor, ein gemeinsamer Block aus Folklorelinken, erfolgreich geflüchteten Angehörigen autochoner Völker und natürlich der Verband chronischer Judenhasser. Die Zumutung, in einem Verbund mit blau-weißen Fahnen (in diesem Fall nicht die vom Schalke 04, was in Dortmund sicher auch eine Provokation sein dürfte) zu laufen, wäre ein unüberwindbares Hindernis. Hinzu kam noch die Kontroverse um die Rackets von der Roten Antifa. Dieser eingedeutschte Ableger der türkischen MLKP hat den Ruf, in besonderem Maße ein aufgeklärtes Verhältnis zum weiblichen Geschlecht zu haben. 2008 versuchten sie, ihre feministischen Positionen ausgerechnet auf einer schwul/lesbischen Genderterrorparty in Mülheim an die Frau zu bringen. Die Veranstalter zeigten sich wenig interessiert an der Offerte, welche ihnen von der Roten Antifa gemacht wurde, nämlich, von ihnen „gefickt“ zu werden, nicht mal zur Vermittlung türkisch-kurdischer Bandenkultur.Diese Ablehnung konnten die auf die Triebabfuhr fixierten Jungmänner natürlich nicht auf sich sitzen lassen und ergänzten ihr Angebot unter zu Hilfenahme von weiteren Genossen, das Ganze zu einem Gang Bang zu erweitern. Die Konsequenz war eine Verbannung, zumindest aus den Räumlichkeiten des AZ Mülheim, in aeternum. Es kam dann so, wie es kommen musste. Man verließ die eine Versammlung, um an der zweiten nicht mehr teilzunehmen.</h4>
<h4>Die Volksgenossen um  Tsalos waren deutsch genug, um ihre eigene Klitsche zu gründen.</h4>
<h4>Die Krudelität nannte und nennt sich „Dortmund quergestellt“. Dieser trojanische Zusammenschluss aus Antisemiten, Islamisten, Minigruppen und Einzelpersonen schaffte es, in wenigen Tagen einen respektablen Internetauftritt zu basteln und darüber hinaus das Who ist Who der linksdeutschen Widerlichkeiten unter einen palästinensischen Hut zu bekommen. Das sich das ganze auch noch „antifaschistisch“ nennt, ist vielleicht auf die Mitglieder aus dem Rheinland zurück zu führen, welche sich zumindest einem Klischee nach das ganze Jahr über im Karneval befinden. Bevor wir uns aber mit den Gruppen und „Antifaschisten“ im Bündnis befassen, noch einmal zum S5 Bündnis zurück.</h4>
<h4>Das S5 Bündnis besteht ja nun aus relativ verwahrlosten Elendsgestalten, würde so mancher Berliner behaupten. Teile von ihnen kennt man noch von dem Großaufmarsch gegen die Mächtigen der Welt in Rostock. Als kleinen Tribut an das Sonnenblumenhaus zeigte die internationale Linke, dass auch sie wisse, wie man mit Ausländern in Rostock zu verfahren hat. Und in Ermangelung dessen, auch nur in die Nähe des zumindest schützenden Zauns gelangt zu sein, mussten stellvertretend ein paar amerikanische Wagen brennen. Auch wenn diese linke Arbeitsweise Opel im Nachhinein nicht mehr retten konnte, so war man sich und seinem Kollektiv zumindest an diesem Tag ein wenig näher gerückt, am Lagerfeuer der Volksgemeinschaft. Der Zusammenschluss S5 hat eine gewisse Inklination zum scheitern. Dabei geht es nicht mal „Ums Ganze“, aber in den Bestandteilen. Dazu zählt sicher die Aktion, dem Initiativ e.V. (Antifakomitee) aus Duisburg die Unterstützung für seinen Kampf für den Terror durch die Rote Hilfe, zu verhindern ebenso, wie das dümmliche Pamphlet „Decrypt“. Wenn Gruppen wie die 2 Mann Fraktion aus Lüdenscheid, die ELA, es nicht mal schafft, einen kurzen Abriss über die Geschichte der Antifa auf einen der zahlreichen Camps wiederzugeben, wie sollen dann solche Gruppen überhaupt etwas zur Geschichte beitragen?</h4>
<h4>Nach außen gibt man sich rebellisch Antideutsch oder neuerdings auch gerne mal Antinational um grundsätzlich einer Debatte um die Solidarität mit Israel aus dem Diskursweg zu gehen, und abends hängt man dann gemeinsam mit jenen vermeintlichen Gegnern im antiimperialistischen AZ Lüdenscheid zusammen, um nach dem dritten Schwelmer Bier auf den letzten gemeinsamen Feind anzustoßen, den geringfügig anderen Deutschen. Die Inkonsequenz und Inkompetenz dieses Bündnisses konnte man auch im Verlauf der Diskussion um die Rote Antifa beobachten. Wo immer die Antifa Union, A2K2 etc. marschierte, war die Rote Antifa nicht weit. Den Höhepunkt stellt aber der „Schmuddel Gedenktag“ dar. Nicht nur, dass sich der Zusammenschluss vermeintlich israelsolidarischer Jungantifas ihre Demonstrationen von notorischen Frisösen und Hamasfreunden wie Ulla Jelpke oder Helmut Manz anmelden ließen, man gab ihnen auch noch habituell die Möglichkeit der eigenen Darbietung. Es fehlt zur vollendeten Identität dieser Leute nur noch eine von ihnen in das Leben gerufene Initiative, die sich dafür einsetzt, dass man einen Baum für Adolf Eichmann in der Allee der Gerechten pflanzt.</h4>
<h4>Diesen Baum gibt es sicher beim Bündnis Dortmund quergestellt, mit einem kleinen geografischen Unterschied. Die Allee der Gerechten steht nicht im Gazastreifen. Hektisch wurde es in der Anstalt des Initiativ e.V.. Die Chance, endlich einmal wieder mit mehr als den üblichen 100 Kalibans durch die Landschaft laufen zu dürfen, wollten sie sich nicht entgehen lassen. Zumal man dadurch dem Citoyen vermitteln kann, dass Moslems ja auch gegen rechts sind. Moslem sind und sollten explizit ein Bestandteil dieses Bündnisses sein. Dafür hat man extra den HDR engagiert. Und wo der HDR ist, sind die Kiezmilizionäre von Pierre Vogel, aka Abu Hamza nicht weit. Ja, flexibel sind die Israelhasser, so imbezil, dass sie jenes über den Koran schmeißen, was vor wenigen Jahren noch disparat war. In dem Bündnis gibt es nämlich auch die Gruppe „Queergestellt“, eine schwul/lesbische Truppe aus Köln, die schon immer mit Moslems zusammen marschieren wollte, um sich vor allem die Bäume und Laternen in Dortmund anzuschauen, an denen sie hängen werden, sollte die Umma auch in Deutschland Einzug halten.</h4>
<h4>Und da sind wir auch schon mittendrin in der Welt der Imparität.</h4>
<h4>Allein der Aufruf lässt erahnen, dass es mit dem Finden des Missing link nicht mehr all zu lange dauern wird. So heißt es dort unter anderem:</h4>
<h3><em>„Die Brutalität des geplanten Übergriffs von 400 Neonazis auf die 1.Mai-Demonstration des DGB, unter der vor allem kurdische und türkische GewerkschafterInnen zu leiden hatten(…)“</em></h3>
<h4>Eine larmoyante Formulierung, die nur aus der internationalen Feder des Initiativ stammen kann. Sie sind übrigens auch die Einzigen, die das so beobachtet haben.</h4>
<h3><em>„Die deutschen Neonazis stehen eindeutig in der Tradition der NSDAP.“</em></h3>
<h4>Da muss man vermutlich vorher ein Volontariat bei der jungen Welt absolviert haben, um auf diese Analyse zu kommen.</h4>
<h3><em>„Mit sozialer und antikapitalistischer Demagogie versuchen diese als “Friedensengel” zu punkten und zielen in Zeiten von Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und Existenzangst auf Menschen im Angesicht sozialen Abstiegs (…)“</em></h3>
<h4>Geht es hier noch um „Nazis“ oder schon um die Linkspartei ?</h4>
<h3><em>„Der Antikriegstag gehört uns!“</em></h3>
<h4>Copyright seit 1933.</h4>
<h4>Diese schriftliche Armseligkeit wird nur noch durch seine Unterzeichner getoppt. Wie schon eingangs erwähnt, ist alles dabei, was das deutsche Herz erwärmt. Hier sollen aber nur ein paar „Antifaschisten und Kriegsgegner“ Nennung finden</h4>
<h4><span style="color:#0000ff;">Sevim Dagdelen, Bundestagsabgeordnete Partei DIE LINKE –</span></h4>
<h4><em>„Die linke Friedensbewegung stehe am &#8222;Scheideweg&#8220;. Entweder, so Dagdelen, werde sie sich &#8222;weiter ducken&#8220; oder sich &#8222;befreien&#8220; und gegen Israel aufstehen (…) Wie dieses „Aufstehen gegen Israel aussieht, kann man bei ihren Genossen von der DIDF sehen. Platter Antisemitismus, gepaart mit einer Prise Antiamerikanismus und schon ist das Feindbild fertig, welches die Gewerkschafterin immer wieder propagiert. </em>(1)</h4>
<h4><span style="color:#0000ff;">P</span><span style="color:#0000ff;">rofessor Dr. Heinrich Fink, Bundesvorsitzender der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) –</span></h4>
<h4>Der gute Professor war nicht nur PDS Abgeordneter, sondern darüber hinaus besonders gut informiert. So sehr, dass er sein Wissen gerne mal der STASI zuflüsterte. Falls also einmal Bedarf besteht, einen Kenner mit fundiertem Wissen über das Thema „Überwachungsstaat“ referieren zu lassen, der Professor ist so etwas wie die erste Adresse. (2)</h4>
<h4><span style="color:#0000ff;">Ulla Jelpke, Bundestagsabgeordnete Partei DIE LINKE –</span></h4>
<h4><em>„Ich halte es für legitim, gegen Zionismus zu sein“</em>, ist nur eines von vielen Bekenntnissen der notorischen Israelhasserin. Wenn sie nicht gerade in der Türkei kurdische Terrororganisationen supported, hält sie somnambule Reden über das Unrecht gegen inzestuöse Völker. (3)</h4>
<h4><span style="color:#0000ff;">Hermann Dierkes, Vorsitzender der Ratsfraktion DIE LINKE Duisburg –</span></h4>
<h4>Dirkes dürfte noch als geschasster Bürgermeisterkandidat aus Duisburg bekannt sein. Nachdem er zum Boykott von jüdischen Waren aufrief, musste er vorübergehend in das zweite Glied treten. Dies hindert ihn aber nicht daran, im Rat der Stadt Duisburg weiter in seinem Hass auf Israel zu suhlen. (4)</h4>
<h4><span style="color:#0000ff;">Prof. Dr. Wolfgang Dreßen, Büro gegen Rassismus und Militarismus –</span></h4>
<h4>Wolfgang Dreßen ist kein Unbekannter: Bereits in den 1980er Jahren publizierte er einen der einflussreichsten Rechtsextremisten der Neuen Rechten in der BRD, Henning Eichberg. Seine Liebe zum &#8222;nationalen Sozialismus&#8220;, der die &#8222;SA&#8220; dazu befähigt hätte, sich &#8222;nicht in die staatliche Ordnung einbinden&#8220; zu lassen, läßt es merkwürdig erscheinen, dass Dreßen eine Arbeitsstelle zur Analyse des Neonazismus leitet. (5)</h4>
<h4><span style="color:#0000ff;">Joachim Guilliard, Heidelberger Forum gegen Militarismus und Krieg </span>–</h4>
<h4>Sammelt heute noch 10 Euro für den Irakischen Widerstand. Darüber hinaus glorifiziert er in „Büchern“ Terroristen von Al Kaida bis Hizbollah. (6)</h4>
<h4><span style="color:#0000ff;">Dr. Florence Hervé, Autorin, Düsseldorf –</span></h4>
<h4>Angestellt im Familienbetrieb der Zmrzly (Initiativ e.V.). Als Mitherausgeberin der altbackenen „Frauenzeitschrift“ „Wir Frauen“ lädt sie auch gerne mal zusammen mit Zmrzlys Frau, Melanie Stitz, die Bundesverdienstjüdin Felicia Langer ein, um sie dann gegen Israel hetzen zu lassen. (7)</h4>
<h4><span style="color:#0000ff;">Sahra Wagenknecht, Mitglied des Parteivorstandes DIE LINKE und der Kommunistischen Plattform –</span></h4>
<h4>Die Hummerkommunistin, wenn sie nicht Bilder malt, hat ein durchaus soziales und solidarisches Privatleben. Damals durchsuchte die Polizei ihre Berliner Wohnung, weil ihr Mann einem getarnten STERN Reporter für 35 Millionen Dollar ein gefälschtes Ölgemälde von Leonardo da Vinci angeboten hatte. Wegen Fluchtgefahr erließ das Gericht sogar Haftbefehl gegen Wagenknechts Gatten. Fünf Jahre zuvor, so berichtete die Presse über das Vorleben der erklärten Antikapitalistin, hatte sich der Geschäftsmann, der in einer irischen Steueroase in einem Cottage am Meer lebt, nämlich schon einmal einer Verurteilung entziehen wollen. Damals war er in der Türkei festgenommen worden- in Begleitung seiner Freundin Sahra Wagenknecht, die gerade ein neues Buch über „die verzweifelte Aktualität des Kommunismus“ veröffentlicht hatte. Wegen Kapitalanlagebetruges in 46 Fällen wurde er anschließend zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Kurz danach, am 5. Mai 1997, heiratete ihn die LINKEN-Politikerin- am Geburtstag von Karl Marx (8)</h4>
<h4><span style="color:#0000ff;">Volker Wendland, Die Kassierer, Bochum –</span></h4>
<h4>Mit Lieder (9) wie Komm mach die Titten frei, denn ich will wichsen, oder Rudelfick im Altersheim, sind sie das intellektuelle Flaggschiff des Bündnisses.</h4>
<h4><span style="color:#000000;"> </span>Das (Rudelfick im Altersheim – Die Kassierer) Aktionsbündnis 65plus (die Bärenticket &#8211; Antifa) ist Teil des Dortmunder Bündnisses gegen Rechts, lässt sich aber separat aufzählen, um die ganze Unterstützung künstlich aufzublähen. Dasselbe gilt für die Linke Dortmund, die DKP, SDAJ, MLPD, Rebell, VVN &#8211; Dortmund, DIDF Dortmund, Friedensforum Dortmund, Antinationale Antifa Dortmund und Antifajugend Dortmund.</h4>
<h4>Die Liste an Hässlichkeiten spricht für sich. Dank der Nazis in Dortmund ist es dem antisemitisch – gefärbten Antiimperialismus gelungen zumindest temporär wieder Fuß in der Metropole „Ruhrgebiet“ zu fassen. Die Dominanz antinationaler und Label &#8211; Antideutscher dürfte nach dem 5 September gezählt sein. Es ist aber nicht der Stärke der Antiimps. zu verdanken, sondern beruht auf den Unzulänglichkeiten der Gegenseite von Links. Solange sie sich nicht eindeutig positionieren und die Solidarität mit Israel nicht als eine zu übende Überzeugung wahrnehmen, haben sie auch das verdient, was sie von rechts überholt. Für Antifaschisten wird der 5. September in Dortmund um eine Attraktion reicher. Nun gilt es zweimal hinzuschauen, ob sich hinter dem Transparent Gegen USRAEL noch die nationale, oder schon die internationale Liga der Antisemiten versammelt.</h4>
<h4>Georg Domkamp</h4>
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<h4><a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2006/0804/berlin/0044/index.html">http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2006/0804/berlin/0044/index.html</a></h4>
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<h4><a href="http://www.amazon.de/Honeckers-Erben-Wahrheit-%C3%BCber-LINKE/dp/3549073291/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1252515110&amp;sr=1-1">Hubertus Knabe : Honeckers Erben : Die Wahrheit über die Linke Verlag: Propyläen (1. März 2009)</a></h4>
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<h4><a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ulla/">http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ulla/</a></h4>
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<h4><a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/linker-auf-israelfeindlichen-abwegen/">http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/linker-auf-israelfeindlichen-abwegen/</a></h4>
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<h4><a href="http://prodomo.50webs.net/9/wo_die_welt_noch_in_ordnung_ist.html">http://prodomo.50webs.net/9/wo_die_welt_noch_in_ordnung_ist.html</a></h4>
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<h4><a href="http://www.hagalil.com/archiv/2003/12/terror.htm">http://www.hagalil.com/archiv/2003/12/terror.htm</a></h4>
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<h4><a href="http://www.friedensforum-duisburg.de/2004/07/dues1307.htm">http://www.friedensforum-duisburg.de/2004/07/dues1307.htm</a></h4>
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<h4><a href="http://www.stern.de/panorama/sahra-wagenknecht-kommunistin-loescht-fotos-von-hummer-essen-605400.html">http://www.stern.de/panorama/sahra-wagenknecht-kommunistin-loescht-fotos-von-hummer-essen-605400.html</a> und <a href="http://www.amazon.de/Honeckers-Erben-Wahrheit-%C3%BCber-LINKE/dp/3549073291/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1252515110&amp;sr=1-1">Hubertus Knabe : Honeckers Erben : Die Wahrheit über die Linke Verlag: Propyläen (1. März 2009</a></h4>
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<h4><a href="http://www.youtube.com/watch?v=Rtfj8v0r5uY">http://www.youtube.com/watch?v=Rtfj8v0r5uY</a></h4>
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		<title>Diskurspop Made in Germany – Das Beispiel der Hamburger Band Tomte</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jul 2009 17:28:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>postausderprovinz</dc:creator>
				<category><![CDATA[culture industry]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburger Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Tomte Diskurspop]]></category>

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		<description><![CDATA[Zunächst erscheint der Terminus Diskurspop nicht akzeptabel, hatten doch gerade jene Gruppen, die von den Schreibern der besseren Blätter darunter sublimiert wurden, alles andere als eine aufklärende Wirkung. So mag dann auch die Terminologie „Feuilleton- Musik“, welche einst von der FAZ kreiert wurde, eher zur Klärung der hiesigen Verhältnisse auf dem Markt pseudointellektueller musikalischer Verdinglichung [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=postausderprovinz.wordpress.com&amp;blog=8422970&amp;post=18&amp;subd=postausderprovinz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Zunächst erscheint der Terminus Diskurspop nicht akzeptabel, hatten doch gerade jene Gruppen, die von den Schreibern der besseren Blätter darunter sublimiert wurden, alles andere als eine aufklärende Wirkung. So mag dann auch die Terminologie „Feuilleton- Musik“, welche einst von der FAZ kreiert wurde, eher zur Klärung der hiesigen Verhältnisse auf dem Markt pseudointellektueller musikalischer Verdinglichung dienen. Die Protagonisten dieser neu geschaffenen Sphäre im Kosmos der Subkulturen sind überschaubar, ähnlich wie ihr Klang, die Optik und die gesamte Attitüde.</h3>
<h3>Wirkliche Unterschiede finden sich vielleicht in den Nuancen des Rebellischen, dezent Lyrischen. Das Amalgam aller ist die zielbewusste Identifikation über die Sprache, das Deutsche an sich. Der Ursprung dieser Sphäre findet sich in der sogenannten Hamburger Schule. Dieser von der taz erdachte Begriff sollte in Anlehnung an die Frankfurter Schule für etwas Neues, etwas Besseres stehen. Überflüssig zu erwähnen, dass kein Produkt, welches die Hamburger Schule verließ, auch nur im Ansatz dazu gereicht hätte, einen Abschluss auf der Frankfurter Schule zu erzielen.</h3>
<h3>Zu den wichtigsten Vertretern der Hamburger Schule zählen die Gruppen Blumfeld, Kettcar, Tocotronic, die Sterne und Tomte. Während Blumfeld mittlerweile das Singen aufgegeben haben, sind die anderen umso aktiver, was nicht unmittelbar daran liegt, dass es immer noch en vogue ist, auf Deutsch zu singen und einem vorhandenen Publikum den Gestus des Intellektuellen vorzutragen, sondern vielmehr das liefern, was der Mob fordert. Deutsches für Deutsche. Ich identifiziere mich über meine Sprache, mit meiner Musik, auf meiner Scholle, in meinem Kiez…in meinem Reich.</h3>
<h3>Zentral vermarktet wird die Deutschtümelei mehr oder weniger von dem ebenfalls aus Hamburg stammenden und von Mitgliedern der Band Tomte und Kettcar erschaffenen Label Grand Hotel van Cleef. Wie bereits konstatiert ist spätestens mit dem Erwachen der Selbstbewussten Nation deutschsprachige Musik in all ihren zum größten Teil Hässlichkeiten ein fester Bestandteil der Postnazistischen Deutschen Unkultur. Von den Böhsen Onkelz bis Rammstein, von Tocotronic bis Wolfsheim, scheint es „keinen Weg zurück“ zu geben, der auch nur den positiven Bezug zu Deutschland aufheben könnte. Alle finden sich zurecht und richten sich ein, im ganzen großen Falschen. Zur wirklichen Vollendung fehlen dann nur noch die Gralshüter der deutschen Presse, welche geschult darin sind, dass ganze in eine Art Fortschritt umzulügen. Der Sozialwissenschaftler Wolfgang Pohrt formulierte es einmal so:<em><strong>“ Wie stets, wenn der Fortschritt ein Rückschritt ist, handelt es sich nun um Konzentrationslager oder Autobahnen, ist Deutschland Avantgarde.“</strong> </em>Aus diesem fortschrittlichen Rückschritt zieht auch die aus dem Umkreis von Hamburg stammende Musikgruppe Tomte ihren Nutzen.</h3>
<h3>So gaben sich die Musiker um den Sänger Thees Ulmann 1996, noch ausgestattet mit einer Punkattitüde, ihr Debüt. Das Minialbum <em><strong>„Blinkmuffel“</strong> </em>(4 Lieder), welches in einer Gesamtauflage von 1000 Stück vertrieben wurde, zeichnete sich aus durch einfache Reime, die noch fern ab von dem waren, was später einmal exemplarisch für diese Band stehen sollte. Nämlich das Zusammenlaufen von unterschiedlichen Textfragmenten unter dem Banner einer (pseudo)lyrischen Gesamtheit. Es folgte im Jahr 1998 das zweite reguläre Album mit dem Namen <em><strong>„Du weißt was ich meine.“</strong> </em>Auch hier sollte sich noch nicht wirklich jene Sprache finden, mit der es gelingen könnte, sich ein Publikum jenseits der Indidorfdiskos und Studentenwohnheime zu erspielen. Beispielhaft stehen dafür Textpassagen wie</h3>
<h3><strong><em>„Jetzt sitz ich hier und resignier dazu gibt´s wahrscheinlich Bier Scheiße, ich wollte, DU wärst hier! </em></strong></h3>
<h3><strong><em>Und es wäre wirklich schön könntest Du mit mir schlafen gehen.“ </em></strong>(Orthografie im Original)</h3>
<h3>Die ersten kleineren kommerziellen Erfolge konnte die Band 2000 verbuchen. Mit dem Album <strong><em>„Eine Sonnige Nacht“</em></strong> und dem für das Album gegründeten Label (s.h. oben) sollte es von nun an aufwärts im deutschen Diskurspophimmel gehen. Hier schaffen es Tomte dann auch zum ersten Mal, so etwas wie eine Kritik zu formulieren, man möchte sogar so weit gehen, zu sagen, eine Form von Selbstkritik. So hieß es da</h3>
<h3><strong><em>„Ich habe eingesehen, dass wir uns lächerlich machen.“</em></strong></h3>
<h3>Weiter ging es drei Jahre später, nach einer Sozialisation durch diverse Touren u.a. mit Tocotronic. Das Ergebnis dieses auf engstem Raum Zusammenlebens ergoss sich in dem Werk <strong><em>„Hinter all diesen Fenstern“</em></strong>. So sehr sich auch auf diesem Album darum bemüht wird mit einer Zweideutigkeit zu spielen, es endet doch kläglich in der Vertonung der Bravo Love Story. Liebe, Herz und Schmerz, all das, was zum Gespött der Volksmusik taugt, findet sich hier wieder, wenn auch ohne Dirndl. Und trotzdem fühlte sich bis dahin nicht der einfache Citoyen angesprochen. Man sah auf den Konzerten jene in sich bewegten Subjekte, die es verstanden, aus den Dörfern in die Städte gekrochen zu kommen, um sich zumindest auf den hiesigen Universitäten für Kunst oder ähnliches einzuschreiben.</h3>
<h3>Wirklich interessant wurde es dann mit dem bis Dato kommerziellsten Album <strong><em>„Buchstaben über der Stadt“</em></strong>. Mit diesem Tonträger war man dann wohl endgültig mit sich stipuliert, dem Publikum, welches man dezidiert ansprach, zu geben, was es verlangte. So heißt es dann in dem gleichnamigen Lied</h3>
<h3><strong><em>„Du sagtest, wir verlieren</em></strong></h3>
<h3><strong><em>Die stärksten und schönsten Söhne der Stadt(…)“ „Ich entschuldige mich für alles</em></strong></h3>
<h3><strong><em>Was ich in Trümmern hinterließ</em></strong></h3>
<h3><strong><em>Aber nicht für meine Bildung(…)“.</em></strong></h3>
<h3>Diese zunächst delphisch anmutenden Sätze stehen flagrant für eine Vergangenheit, die man als Teil des deutschen Täterkollektivs am besten vergessen will. Die stärksten und schönsten Söhne, die alles in Trümmern hinterließen, waren die gleichen, die noch Jahrzehnte zuvor auch Teil dessen waren, die als rank und schlank galten, um dann am Fest der Schönheit (Leni Riefenstahl) teilzunehmen. Dass sich für etwas entschuldigt wird, was den Zeilen nach gar nicht vorhanden sein kann, nämlich die Bildung, ist dann auch nur noch schmückendes und belustigendes Beiwerk.</h3>
<h3>Direkt im Anschluss daran folgt ein anschwellender Bocksgesang. So erklärt uns Tomte in dem Lied <strong><em>„New York“</em></strong>, wie verwirrt dieses Land (USA) doch sei, und vor allem, verhasst. Dieser Hass führt in der Logik Uhlmanns dann auch dazu, dass es nahezu selbstverständlich sein muss, dass diese Stadt (New York) die Stadt mit Loch (Ground Zero) sei. Diese charakteristischen deutschen Ressentiments sind Ausdruck eines tiefverwurzelten Amerikahasses. Die einen singen demzufolge von der Stadt mit Loch, die anderen von <em><strong>„Selbst gemacht“</strong>.</em></h3>
<h3>Den vorerst letzten Akt gibt die Gruppe in Gestalt des aktuellen Albums <strong><em>„Heureka“</em></strong>. Auch dort finden sich wieder Bausteine, die allegorisch für eine tief verwurzelte Sehnsucht für den kollektiven Malstrom der eigenen, der deutschen Geschichte stehen.</h3>
<h3><strong><em>„Und der Morgen hielt eine Idee für dich bereit,</em></strong></h3>
<h3><strong><em>wie die Zukunft dich</em></strong></h3>
<h3><strong><em>und alles um dich heilt.</em></strong></h3>
<h3><strong><em>An Schlaf ist nicht zu denken,</em></strong></h3>
<h3><strong><em>oh, gib mir einen Kuss,</em></strong></h3>
<h3><strong><em>als ob du danach tausend Jahre auf Küssen warten musst.“</em></strong></h3>
<h3>Dechiffrieren wir die „Wortkunst“ einmal, so bleiben jene Verben und Zahlenadjektive übrig, die für eine große Idee (Goebbels) in einer ausformulierten tausendjährigen Vorstellung (Reich) der antisemitischen Apologeten stehen. Wirklich peinlich wird es dann noch einmal zum Schluss, wenn Uhlmann seine vermeintlich antifaschistische Ader entdeckt und davon singt, wie er einen Faschisten in Schöna erschoss. Dieses postpubertäre Gehabe dient aber weniger einer politischen Positionierung, als vielmehr dem Ausdruck allgemein deutschem Gewaltfetischismus. Der Applaus, den ihm das Kollektiv dafür erbringt, ist sinnstiftend für die Diktion, mit der er dann auch erklärt, dass es ihm so wenig ausmachte wie dem <em>„Schlachter das Rind“</em>. Nochmals, dass es sich bei dem Erschossenen um einen Faschisten handeln soll, ist nicht mehr als Etikette, im Kern geht es um das, was Joseph Goebbels in seiner Rede am 18. Februar 1943 im Berliner Sportpalast zum Besten gab, als er nämlich von der Leidenschaft der Herzen sprach, von der Wahrheit, die es zu ertragen (verteidigen) gilt. Der Habitus, den Uhlmann auch an seine deutschen Hörer vermitteln will, nämlich cogito, ergo sum, verläuft sich in der Dialektik deutscher Barbarei. Käme der Einwand, dass diese Metaphern nur artverwandt und nicht a priori der NS Sprache entliehen sind, man könnte ihn bis zur der Tatsache gelten lassen, als dass es sich nicht um eine x-beliebige Punkband aus Dorfhausen handelt, sondern um, durchaus denkbar, einen zur Reflektion fähigen Bestandteil der Hamburger Schule. <em><strong>„Der manische Blick des Aug in Aug ist verwandt dem Rassenwahn; er will verschworene Gemeinschaft, das Wir sind vom gleichen Schlag.“ </strong></em>Theodor Wiesengrund Adorno-Jargon der Eigentlichkeit Zur deutschen Ideologie-Suhrkamp 1964.</h3>
<h3>Vielleicht ist es dann auch wieder folgerichtig, weshalb eine Band wie Tocotronic, die sicher über ähnliche Bedeutungslosigkeiten verfügt, sich trotzdem nicht explizit als Teil dieser Schule versteht. Möglicherweise haben sie sich auch einmal mit Max Horkheimer beschäftigt und zumindest so viel verstanden, dass auch er, als Gründer (u.a.) und Förderer der „Frankfurter Schule“ für sich selbst diesen Begriff nie verwendete. Horkheimer, das offenbart dann zumindest die Geschichte, wäre zumindest nicht mit Marcuse oder Habermas auf „Tour“ gegangen.</h3>
<p>Georg Domkamp</p>
<p><a href="http://postausderprovinz.files.wordpress.com/2009/07/diskurspop-made-in-germany-e280931.pdf"> PDF</a></p>
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		<title>Enteignet SoWiSo!</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 18:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>postausderprovinz</dc:creator>
				<category><![CDATA[the ugly German]]></category>
		<category><![CDATA[Antiamerikanismus]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[ASJ Duisburg]]></category>
		<category><![CDATA[Holger Burner]]></category>
		<category><![CDATA[Rote Antifa]]></category>
		<category><![CDATA[SAV]]></category>
		<category><![CDATA[SDS Duisburg]]></category>
		<category><![CDATA[SoWiSo]]></category>
		<category><![CDATA[Uni Duisburg/Essen]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie es mit der allgemeinen Bildung auf bundesdeutschen Hochschulen und Universitäten bestellt ist, konnte man live via Ticker mitlesen. Der übergeordnete Zusammenschluss mit dem Namen „Bildungsstreik2009“ ließ vom 15. bis zum 19 Juni 2009 Studenten und Schüler marodierend durch die Strassen laufen, um es „denen da oben“ einmal zu zeigen, was man in der Mensa, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=postausderprovinz.wordpress.com&amp;blog=8422970&amp;post=7&amp;subd=postausderprovinz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><span style="color:#0000ff;">Wie es mit der allgemeinen Bildung auf bundesdeutschen Hochschulen und Universitäten bestellt ist, konnte man live via <a href="http://www.bildungsstreik.net/ticker-ab-15-juni/">Ticker</a> mitlesen. Der übergeordnete Zusammenschluss mit dem Namen „<a href="http://www.bildungsstreik.net/">Bildungsstreik2009</a>“  ließ vom 15. bis zum 19 Juni 2009 Studenten und Schüler <a href="http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/bildungsstreik-eskalation-demonstranten-besetzen-banken_aid_409470.html">marodierend</a> durch die Strassen laufen, um es „denen da oben“ einmal zu zeigen, was man in der Mensa, respektive der Raucherecke, bislang gelernt hatte. Auch die <a href="http://www.bildungsstreik.net/duisburg/">Duisburger (Essener) Sektion </a> hatte sich für die Tage etwas besonderes einfallen lassen, fühlten sie sich doch vom <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/duisburg/2009/6/15/news-122831049/detail.html">ASTA</a> der UNI Duisburg/Essen im volksgemeinschaftlichen Stich gelassen.</span></h3>
<h3><span style="color:#0000ff;">Als Höhepunkt der Aktionstage stand ein <a href="http://dsb.blogsport.de/images/Streikflyer_Duisburg.pdf">Konzert</a> mit dem <a href="http://www.israel-soli.de/download/09-11-07_solidaritaet.pdf">SAV</a> – Mitglied und <a href="http://www.inforiot.de/artikel/holger-burner-chefs-aller-banken-lynchen">Antisemiten</a> David Schultz, aka Holger Burner an. Der „Klassenkampf- Rapper“ sorgt für die Solidität an antisemitischer <a href="http://www.redaktion-bahamas.org/auswahl/web52-3.htm">Kapitalismuskritik</a>, wie man sie auch von den Ideologen der NPD (<a href="http://www.netz-gegen-nazis.de/lexikontext/juergen-gansel">Jürgen Gansel</a>)oder der jungen Welt (<a href="http://www.hagalil.com/archiv/2005/12/pirker.htm">Werner Pirker</a>) her kennt. Dass diese Paupertät über den in sich geschlossenen Zirkel der<a href="http://kritikundpolemik.myblog.de/kritikundpolemik/art/5536998"> Roten Antifa</a>, der <a href="http://asjdu.blogsport.de/">ASJ-Duisburg</a> (die Krabbelgruppe der<a href="http://www.fau.org/artikel/art_070519-064536"> FAU-Duisburg</a>), dem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=hplv9BVCPW4">SDS</a> oder der <a href="http://www.verdi-campus.de/">ver.di Campus-Gruppe</a> hinaus Anklang fand, ist allerdings nicht bekannt.</span></h3>
<h3><span style="color:#0000ff;">Auf der gleichen, wenn auch nicht tonalen Ebene bewegt sich das monatlich erscheinende Elaborat mit dem Namen<a href="http://www.sowi-due.de/viewcont.php?id=444&amp;usesskey="> SoWiSo</a>. Diese „Zeitung“ wird in einer unzumutbaren Insistenz herausgebracht, dass man befürchten muss, dass es wohl so weiter geht. Verantwortlich für diesen evident gedruckten Gedankenmüll, bei dem man auch schon vom Ausdruck einer Imbezillität sprechen kann, ist der Duisburger <a href="http://www.sowi-due.de/uploads/derivatives/d_3611.jpg">Jonas Israel</a> (Chefredakteur).</span></h3>
<h3><span style="color:#0000ff;"><strong><em>„ Zur Bildung gehört Urbanität, und ihr geometrischer Ort ist die Sprache. Keinem Mensch ist es vorzuhalten, dass er vom Lande stammt, aber auch keiner dürfte daraus sich einen Verdienst machen  und dabei beharren; wem die Emanzipation von der Provinz missglückte, der steht zur Bildung exterritorial. Die Pflicht zur Entprovinzialisierung anstelle der hilflosen Nachahmung dessen, was man gebildet hält, wäre von denen, die andere etwas lehren wollen, mit Nachdruck dem eigenen Bewusstsein zuzueignen. Die fortdauernde Divergenz von Stadt und Land, die kulturelle Ungeformtheit des Agrarischen, dessen Überlieferungen unterdessen hinab und nicht mehr zu erwecken sind, ist eine der Gestalten, in denen die Barbarei sich perpetuiert.“</em></strong> T.W. Adorno Philosophie und Lehrer 1962</span></h3>
<h3><span style="color:#0000ff;"> </span><span style="color:#0000ff;">Überflüssig an dieser Stelle zu erwähnen, dass der gute Herr Israel aus dem Dorf Elsfleth  stammt, welches bezeichnender Weise mit dem Slogan „ Weser, Wasser, weites Land“ wirbt. Die Enormalität an dem Prinzip Nichts muss sich in all den Jahren in besonderer Weise in ihm manifestiert haben. So sehr, dass es ihm, katapultiert in die westliche Zivilisation, bis heute nicht gelingt, vom„Gestammel, durchwachsen von einschränkenden und unbestimmten Phrasen“ (Adorno) abzusehen und er sogar noch die Chuzpe besitzt, daraus ein Heftchen zu machen.</span></h3>
<h4><span style="font-size:12pt;font-family:&amp;"> </span></h4>
<h3><span style="color:#0000ff;">Diesen verschriftlichten Stumpfsinn teilt er aber nicht allein. Zum Stamm der sich im nationalen Widerstand (gegen das verhasste US Empire) befindenden Wohlstandskinder zählen weitere sieben Jungmänner, sowie sechs Frauen (aktuelle Ausgabe). Alle verbindet nicht nur der gemeinsame Wille, den Kampf gegen das Kapital aufzunehmen, sondern sich auch ein für alle mal der deutschen Rechtschreibung zu entledigen.</span></h3>
<h3><span style="color:#0000ff;">Bereits das <a href="http://img504.imageshack.us/img504/3659/sowas01.jpg">Titelbild</a>, geziert durch einen adipösen  Deutschen (<a href="http://www.sowi-due.de/viewcont.php?id=870&amp;usesskey=#">Christian Sprenger</a>), eingehüllt in das arabische <a href="http://libertetoujours.atspace.com/texte/08-palituch.htm">Vernichtungstuch</a>, liefert eine Ahnung davon, was auf den Leser zukommt. Die Affinität zu den <a href="http://www.matthiaskuentzel.de/contents/ahmadinejads-welt">Vernichtungsapologeten</a> der islamischen Umma ist sicher kein Unfall, sondern eher sinnbildlicher Ausdruck dafür, wie sehr man sich mit dem Gedanken solidarisiert, jene Arbeit fortzusetzen, welche die Großeltern nicht mehr schafften.</span></h3>
<h3><span style="color:#0000ff;">Die mehr oder minder auf 24 Seiten gedruckten Lächerlichkeiten bedürfen nicht unbedingt einer dezidierten Auseinandersetzung. Meist geht es um Party, Saufen und noch einmal Party. Selbst die <a href="http://www.mallorcazeitung.es/">Mallorca Zeitung</a> bietet da mehr Inhalt und selbst wenn der Versuch unternommen wird, besonders intelligent zu wirken, beschränkt es sich in der Regel auf die Wiederholung von Synonymen. Auf Seite zwei teilt uns der Autor <a href="http://markus-lewitzki.de/">Markus Lewitzki</a> mit, dass er in der Uni – internen Gruppe „Basteln für Anfänger“ das Wort „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kohorte">Kohorte</a>“ aufgeschnappt hat und sich dessen derart sicher ist, dass er es schafft, eben jenes Wort gleich ganze fünfmal in einer minderwertigen Seite unterzubringen. Hat man dann diese Anhäufung hinter sich gebracht, kann man letztendlich zu der Überzeugung gelangen, dass Lewitzki bis einschließlich heute trauert, es nur bis zum Manipel geschafft zu haben.</span></h3>
<h3><span style="color:#0000ff;">Einen weiteren literarischen Höhepunkt stellt die lächerliche Forderung<a href="http://img30.imageshack.us/img30/8515/sowas08.jpg"> Sony/Bertelsmann</a> zu enteignen dar. Die Begründung hierfür lautet, dass Sony/BMG den Musikmarkt mit unpolitischer Musik überfluten, woraus <a href="http://www.sowi-due.de/viewcont.php?id=878&amp;usesskey=">Mirko Ribbat</a> und Jonas Israel für sich ableiten, dass der „Betroffene“ per se Opfer von gezielter Entpolitisierung ist. Das Subjekt wird in kollektive Schutzhaft genommen und erfährt die „wahren“ Hintergründe erst durch das sich widersetzende Objektiv. So glorifiziert man jene wahrhaften Musikrebellen, die sich gegen die USA bzw. gegen George Bush (als Projektionsfläche) in Stellung gebracht hatten und haben, um sich dann, für Deutsche typisch, ganz und gar dem <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/11668.html">Antiamerikanismus</a> („als eine Spielart des Antisemitismus“- Prof. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dan_Diner">Dan Diner</a>) hinzugeben.</span></h3>
<h3><span style="color:#0000ff;">Die  beiden Autoren wären besser beraten gewesen, einmal genauer hinzuschauen, wen sie da an die antiamerikanische Front schicken. Eine Band wie „<a href="http://www.systemofadown.com/">System of a Down</a>“ eignet sich allein schon deswegen nicht, weil sie Teil der hohlen Kritik von Ribbat und Israel sind. Richtig ist zwar, dass die Band amerikafeindliche Texte in den musikalischen Umlauf brachte, aber auch nur Dank der <a href="http://www.sonybmgclassical.de/company.php?id=22&amp;infoid=2&amp;newsid=2290">Sony/BMG Group</a>, die wiederum die Musik vom US Label „<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/American_Recordings">American Records</a>“ (da schmerzt sicher schon der Name) vertreibt (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/American_Recordings_(Label)">Joint Venture</a>).</span></h3>
<h3><span style="color:#0000ff;">Anders verhält es sich bei der  Essener Trashmetal Band „<a href="http://www.kreator-terrorzone.de/website/?menu=home">Kreator</a>“, welche das Album „<a href="http://www.laut.de/lautstark/cd-reviews/k/kreator/enemy_of_god/index.htm">Enemy of God</a>“ 2005 unter das (deutsche) Volk brachte. So schlecht das Deutsch der beiden Schreiberlinge ist, so grauenhaft verhält es sich mit ihren Englischkenntnissen. In dem gesamten Machwerk taucht nicht einmal das Wort Amerika, geschweige den George W. Bush auf, wohl aber eine Abscheu gegenüber islamistischen Suicide Bombern. Das Album entstand unter dem Eindruck des Attentats vom 11. September 2001, welches von Petrozza (Sänger der Band) als „verachtenswert“ bewertet wurde. In jeder Silbe des Artikels betreiben die Beiden eher die Kunst der Chiromantie, als vermitteltes Wissen.</span></h3>
<h3><span style="color:#0000ff;">Ob die Macher sich noch einmal mit dem reproduzierten Elend auseinandergesetzt haben, ist spekulativ. Als Exzerpt bleibt festzuhalten, dass der ASTA der Uni Du/Essen sich zwar widerstandsfähig gegenüber den Allmachtsträumen der Kinder der Revolution vom 15.-17. Juni zeigte, darüber hinaus aber scheinbar kein Interesse zeigt, für wen und vor allem für was Geld zum Fenster hinaus geworfen wird. Es ist aber auch gut möglich, dass sich doch der eine oder andere vom Vorstand mit der vertretenen Theorie der „Sonntagszeitung“ verbunden fühlt und darüber hinaus Freude an den belanglosen Schmierereien, welche Herr Israel für <a href="http://img181.imageshack.us/img181/9261/sowas09.jpg">Comics</a> hält, findet. Vielleicht saß man ja auch schon zusammen und schulte sich gegenseitig in der Kunst der Klecksographie.</span></h3>
<h3><span style="color:#0000ff;">Als Einwand für mich selbst ließ ich geltend machen, dass man nicht an jeder Mülltonne schnüffeln muss, schließlich werde man davon nicht schlau, sondern es wird einem höchstens schlecht (Pohrt). Und doch gilt es hier zu intervenieren, bis sich die Mülltonne „SoWISo“ nicht mehr öffnet. Falls die Macher dieses Heftchens sich aber weiterhin „ausdrücken“ wollen, so sei ihnen geraten, dies auf der Toilette zu tun. Bis dahin fordern ich &#8211; Enteignet SoWiSo !</span></h3>
<p><strong>Georg Domkamp</strong></p>
<p><strong><a href="http://postausderprovinz.files.wordpress.com/2009/07/enteignet-sowiso.pdf">PDF</a><br />
</strong></p>
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